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Immer mehr Wärmepumpen werden in Deutschland installiert. In wirklich sehr seltenen Fällen können sie aber der Umwelt schaden. Um für solche Eventualitäten gerüstet zu sein, sollte man sich über eine Haftpflichtversicherung informieren.

Was kann überhaupt passieren?

Manche Wärmepumpen - insbesondere Erdwärmepumpen - arbeiten mit einem Kältemittel, welches innerhalb der Rohre zirkuliert. Diese Flüssigkeit befindet sich zwar in einem geschlossenen Kreislauf, aber in sehr seltenen Fällen kann es durch ein Leck austreten. Das würde man dann daran merken, dass der Druck im System abfällt. Leider ist es nun aber schon zu spät. Das Kühlmittel läuft aus und schadet dem Grundwasser und der Umwelt. Normalerweise sind die Rohre so stabil, dass Sie bis zu 100 Jahre störungsfrei ihren Dienst verrichten. Aber man weiß ja nie... denken Sie nur an Wurzeln, Erdbeben und andere Unwägbarkeiten.

Schon beim Einbau können Fehler passieren, die zu einem Austreten der Flüssigkeit führen. Diese dürften dem ausführenden Unternehmen aber noch vor der Inbetriebnahme auffallen. Falls nicht, müssen Sie beweisen, dass der Schaden schon während der Installationsarbeiten aufgetreten ist. Das wird schwer.

Mit einer Haftpflichtversicherung für Ihre Wärmepumpe vorsorgen

Wenn Kühlmittel während des Betriebs der Wärmepumpe austritt, muss der Betreiber der Wärmepumpe für Umweltschäden haften. Leider greift in diesem Fall keine der Standard-Versicherungen wie die Wohngebäude-Versicherung oder die Privathaftpflicht. Es muss leider eine spezielle Versicherung abgeschlossen werden: eine sogenannte Gewässerhaftpflichtversicherung. Diese spezielle Versicherung haben auch viele Besitzer von Ölheizungen abgeschlossen, die einen unterirdischen Öltank besitzen.

Bitte beachten Sie: Dieser Artikel soll nur über die Möglichkeiten einer Haftpflichtversicherung für Wärmepumpen informieren. Er stellt keine Handlungsempfehlung dar.

Pressemitteilung des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen vom 16.04.2015: Umweltministerium veröffentlicht Potenzialstudie zur oberflächennahen Geothermie.

Mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs in Nordrhein-Westfalen kann durch die Nutzung von oberflächennaher Erdwärme gedeckt werden. Das zeigt die vom Umweltministerium veröffentlichte vierte Studie zur Nutzung von erneuerbaren Energien. „Energiewende heißt nicht nur Stromwende, wir reden viel zu wenig über Wärme. Über die Hälfte der Energie wird bei uns zur Wärmeversorgung gebraucht, in Privathaushalten sogar mehr als 80 Prozent“, sagte Minister Remmel. 

Nach Berechnungen des Landesumweltamtes (LANUV), das die landesweite Potenzialstudie erstellt hat, beträgt das Potenzial zur Nutzung von oberflächennaher Geothermie in NRW knapp 154 Terawattstunden pro Jahr (TWh/a). Damit könnte ca. 57 Prozent des jährlich anfallenden Wärmebedarfs gedeckt werden. LANUV-Präsident Dr. Thomas Delschen: „Unsere Studie zeigt: Bei der klimafreundlichen Nutzung von Geothermie ist in Nordrhein-Westfalen noch einiges zu holen. Unser Land bietet hervorragende Voraussetzungen für die Ausschöpfung dieses riesigen Potenzials.“

Zur Berechnung des geothermischen Potenzials wurde für jedes Grundstück in NRW das Flächendargebot, die Untergrundeigenschaften, der klimatische Einfluss und auch etwaige Restriktionen aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes berücksichtigt. Anschließend wurde der Wärmebedarf für jedes Gebäude entsprechend seiner Größe und Nutzungsart bestimmt. Durch das grundstücksscharfe Verschneiden des geothermischen Potenzials der Grundstücke mit dem Wärmebedarf der jeweiligen Gebäude wurde letztendlich das technisch nutzbare geothermische Potenzial bestimmt.

Die Wasserschutzzonen der Klassen I und II wurden als Ausschlussflächen bestimmt. Für die weiteren Zonen wurden zwei Szenarien betrachtet; bei Szenario A wird eine Begrenzung der Sondentiefe auf 40 Meter begrenzt und der Betrieb der Sondenanlage mit Wasser vorgeschrieben; bei Szenario B stellen die restlichen Wasserschutzzonen Ausschlussgebiete dar. Das größte geothermische Potenzial im Szenario A haben die Städte Essen mit 4,25 TWh/a und Köln mit 3,82 TWh/a, im Szenario B ebenfalls Essen mit 4,2 TWh/a und die Stadt Dortmund mit 3,6 TWh/a. Mit insgesamt 38,2 Terawattstunden pro Jahr liegt das höchste Potenzial im Regierungsbezirk Düsseldorf.

Zur Gewinnung von oberflächennaher Erdwärme werden Sonden bis zu 100 Meter tief in die Erde eingelassen. Erdwärme steht rund um die Uhr und unabhängig von jahreszeitlichen Schwankungen zur Verfügung. Sie ist unerschöpflich und unabhängig von Brennstoffen.

Derzeit wird parallel zur Potenzialstudie ein Merkblatt zu den wasserwirtschaftlichen Anforderungen an Anlagen zur Gewinnung oberflächennaher Erdwärme erarbeitet. Minister Remmel: „Selbstverständlich müssen für den Bau und Betrieb einer Erdwärmesonde hohe Standards eingehalten werden. Das Merkblatt legt die Min­destanforderungen an Standortprüfung, Planung, Bau und Betrieb sowie an Materia­lien, die Qualifikation der Bohrunternehmen, die Überwachung der Bohrung und die Betriebsführung und Außerbetriebnahme fest.“ Dadurch solle sowohl für den Grund­wasserschutz als auch für die Langlebigkeit und Effizienz der Anlagen ein sicheres Fundament gelegt werden. Remmel: „Das bringt auch mehr Klimaschutz, denn hohe Mindestanforderungen haben auch positive Auswirkungen auf das energetische Potenzial sowie die Langlebigkeit einer Geothermie-Anlage.“

Die Ergebnisse der Potenzialstudie werden in den Energieatlas NRW des Landesumweltamtes eingestellt und sind so der gesamten Öffentlichkeit zugänglich.

Minister Remmel sieht in dem Ausbau der Zukunftsenergien einen starken Wachstumsmotor für die heimische Wirtschaft. „Weltweit steigen die Investitionen in Erneuerbare Energien und erreichen inzwischen dreistellige Milliarden-Beträge. Wir müssen uns entscheiden: Wollen wir dabei sein oder wollen wir das Wachstum irgendwo anders stattfinden lassen?“ Die Landesregierung habe bewusst eine Entscheidung für die Zukunftsenergien getroffen: „Mit der jetzigen Landesregierung gibt es grünes Licht für grünen Strom und grüne Wärme. Wir wollen eine pulsierende und lebendige Zukunftswirtschaft aufbauen, indem wir den Ausbau der regenerativen Energien beschleunigen. Denn nur hierdurch kann NRW zu einem Gewinner der beschleunigten Energiewende werden.“

Die Studie finden Sie auf den Seiten des Umweltministeriums: www.umwelt.nrw.de

Weitere Informationen: www.energieatlas.nrw.de