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Preise für Wärmepumpen

"Wärmepumpen lohnen sich immer" ... das stimmt nicht! Doch unter bestimmten Voraussetzungen lohnen sie sich schon. Welche, erklären wir Ihnen hier. Hier erfahren Sie alles zur Rendite, Effizienz und Amortisation von Wärmepumpen.

Voraussetzungen, damit sich Wärmepumpen lohnen

Der Sachverständige Thomas Weber vom Verband Privater Bauherren verweist darauf, dass eine Wärmepumpe ihrem Zweck entsprechend dimensioniert sein muss, damit sie sich rechnet. Maßgebend sei dabei das Energiekonzept des Gebäudes. Von diesem ausgehend müsse die Wärmepumpe die richtigen Arbeitszahl, die richtige Leistungszahl und die exakte Vorlauftemperatur mitbringen. Wer eines dieser Merkmale missachte, riskiere einen Fehlkauf, so Weber.

Auch die Art der Pumpe - Sole-Wasser, Wasser-Wasser, Luft-Wasser oder Abluft-Wärmepumpe - spiele eine große Rolle. Am häufigsten entscheiden sich Eigenheimbesitzer laut Weber für die günstige Luft-Wasser-Wärmepumpe, die sich aber eher in kleinen Gebäuden mit einem Heizleistungsbedarf bis maximal 10 Kilowatt lohne. Wer jedoch auf seinem Grundstück ohnehin Aushubarbeiten zu erledigen habe, solle die etwas effizientere Erdwärmepumpe einbauen. Damit ist klar, dass die Bauart des Hauses, anstehende Arbeiten und Details wie das Vorhandensein einer Fußbodenheizung über die Effizienz des gewählten Wärmepumpenmodells mitentscheiden.

Wie findet man heraus, ob sich eine Wärmepumpe im konkreten Fall rentiert?

Kann man eine pauschale Aussage dazu machen, ob sich Wärmepumpen lohnen und die Rendite stimmt? Wie so oft im Leben: leider nur bedingt! Wärmepumpen benötigen Strom, um ihre Arbeit zu verrichten. Daher lautet die Kernfrage bei der Rendite von Wärmepumpen: rechtfertigen die Einsparungen bei der Wärmeerzeugung den erhöhten Strombedarf? Es bringt ja schließlich nichts, wenn ich zwar Heizkosten spare, aber dafür in gleicher Höhe Stromkosten zahlen muss. Folgende kleine Berechnung kann helfen, vorab herauszufinden, welche Arbeitszahl die Wärmepumpe mindestens besitzen muss:

Berechnung: Welche Jahresarbeitszahl sollte die Wärmepumpe mindestens haben?

Die Arbeitszahl (oder Jahresarbeitszahl) der Wärmepumpe sollte größer sein als die Differenz aus Strompreis und Gas- oder Heizöl-Preis. Derzeit beträgt der durchschnittliche Strompreis rund 30 Cent pro kWh und der Gas-Preis rund 7 Cent pro kWh. Bei diesen Preisen ergibt sich ein Wert von 4,3. Die Arbeitszahl der Wärmepumpe sollte also mindestens 4,3 betragen. Was bedeutet die Arbeitszahl aber und warum sollte man diese nicht mit der Leistungszahl verwechseln? Das erfahren Sie hier.

Warum wird der Gas- oder Heizöl-Preis bei der Rendite einer Wärmepumpe berücksichtigt?

In unserer oben aufgeführten Berechnung beziehen wir die Kosten für einen Brennstoff wie Öl und Gas mit ein. Aber Wärmepumpen verbrauchen doch gar kein Gas oder Heizöl, warum ist also der Gas- und Heizöl-Preis entscheidend? Das liegt daran, dass man versucht die Wärmepumpe mit einem herkömmlichen Heizsystem zu vergleichen und die Kosten abzuwägen. Eine Gas-Brennwertheizung beispielsweise erzeugt die Wärme durch Verbrennung von Gas, eine Wärmepumpe benötigt dafür Strom. Eine Wärmepumpe lohnt sich also nur dann, wenn die Summe der Einsparungen beim Gas beziehungsweise Öl größer sind als der erhöhte Stromeinsatz. Darum muss ich bei meinen Überlegungen auch die Preisentwicklung sowohl der Brennstoff-Preise als auch des Strompreises berücksichtigen. Welcher Preis wird sich wohl zu meinen Gunsten entwickeln?

Kostenvergleich der verschiedenen Arten von Wärmepumpen

Bis hierher konnten wir feststellen, dass mehrere Punkte darüber entscheiden, ob sie sich eine Wärmepumpe im konkreten Fall lohnt oder eben nicht. Einen bisher nur kurz angeschnittenen Punkt betrachten wir nun näher: die Art der Wärmepumpe. Dabei unterscheiden sie sich im Grunde dadurch, aus welcher Umgebung die Wärme gewonnen wird: der Luft, der Erde oder dem Wasser.

Luftwärmepumpen sind vergleichsweise günstig und einfach zu installierenLuft-Wärmepumpen sind sehr günstig, lohnen sich aber nur in nicht zu großen, dafür gut gedämmten Neubauten. Hierfür wiederum entfällt die BAfA-Förderung. Dennoch vermag die Luftwärmepumpe in vielerlei Hinsicht zu überzeugen: Sie ist leicht zu installieren, aufwendige Grabungsarbeiten entfallen komplett. Man geht für das durchschnittliche Einfamilienhaus mit 100 bis 130 m2 Wohnfläche von Kosten um 12.000 bis 15.000 Euro aus. Wichtig für die Effizienz einer Luft-Wärmepumpe: der Temperaturunterschied zwischen genutzter Umgebungswärme und Heizungsvorlauf - also der Temperatur, die die Wärmepumpe an die Heizungen abgibt - soll möglichst gering sein. Daraus ergibt sich die effiziente Kombination der Wärmepumpe mit einem Niedertemperatursystem wie der Flächenheizung. Das bedeutet, im kleineren, gut gedämmten Einfamilienhaus funktioniert die Luftwärmepumpe in Verbindung mit einer modernen Fußbodenheizung recht gut. Natürlich mag es kalte Winter geben, in denen eine Gasheizung zugeschaltet wird. Das heißt aber noch nicht, dass sich die Luft-Wärmepumpe insgesamt nicht lohnen würde. Von allen Wärmepumpen-Arten werden Luft-Wärmepumpen am häufigsten installiert.

Grundwasser- und Erd-Wärmepumpen kosten viel und lohnen sich erst bei größeren Gebäuden. Eine Erd-Wärmepumpe kostet bis zu 19.000 Euro. Die höhere Investitionskosten haben mit den umfangreichen und teuren Bohrungen zu tun. Dafür besitzt das Erdreich ab einer Tiefe von 10 Metern ganzjährig gleichbleibende Temperaturen, was zu einer kalkulierbaren und guten Effizienz führt. Für Sole-Erdsonden werden Kosten um 18.000 Euro kalkuliert, Wasser-Luft-Pumpen kosten ähnlich. Größere Pumpen erreichen dann auch 20.000 Euro an Kosten, sie heizen allerdings wesentlich größere Häuser.

Fazit: Wärmepumpen kosten mehr als herkömmliche Heizsysteme. Die Investition kann sich durch Einsparungen in der Wärmeerzeugung armotisieren. Allerdings lohnen sich Wärmepumpen meist nur in gut gedämmten Häusern. In Einfamilienhäusern sollten Sie auf die günstige Luftwärmepumpe setzen. Für größere Häuser empfehlen sich Wärmepumpen-Varianten mit Erdwärme.

Dämmung entscheidet, wie sich die Wärmepumpen lohnt

Der Teufel steckt oft im Detail. Die für den Altbau durch das BAfA geförderte Wärmepumpe entfaltet ihre Effizienz als Erdsondenpumpe, wenn die Heizungsvorlauftemperatur 50 °C kaum mehr überschreitet. Das gelingt nur im gut gedämmten Gebäude, bei schlechterer Dämmung sind oft Vorlauftemperaturen von 70 °C und darüber zu verzeichnen. Wer nun den Einsatz der Wärmepumpe mit der (durch die KfW geförderten) energieeffizienten Sanierung des Hauses verbindet und außerdem die Heizkörper austauscht und/oder Heizflächen vergrößert, kann die gewünschte Effizienz erreichen. So gehen die meisten Eigenheimbesitzer auch vor. Dadurch lohnt sich für sie mittelfristig auch eine etwas teurere Wärmepumpe, denn die Amortisation beträgt dann acht bis elf Jahre.

Manchmal hört man den Spruch: "Die beste Energie ist die, die ich überhaupt nicht benötige." Das gilt auch bei Wärmepumpen: je weniger Energie durch eine gute Gebäude-Dämmung erhalten bleibt, desto weniger muss ich einsetzen.

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