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Luftwärmepumpen werden am häufigsten gekauft. Es gibt sie als Luft-Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpe. Die Geräte werden entweder außen oder innen aufgestellt. Mit Gesamt-Preisen von 12.000 bis 15.000 Euro sind Luftwärmepumpen die günstigsten und flexibelsten Wärmepumpen, die es gibt ... das sind Ihre Stärken. Leider haften Ihnen aber auch ein paar Nachteile an. 

1. Die Technik der Luftwärmepumpe

Als Luftwärmepumpen werden alle Systeme bezeichnet, bei denen aktiv Außenluft mittels eines Ventilators angesaugt, innerhalb der Wärmepumpe erhitzt und dann an die Gebäude-Heizung übergeben wird. Es findet keine Verbrennung wie bei anderen Heizanlagen statt, sondern die Umgebungsluft wird auf ein höheres Temperatur-Niveau gepumpt. Als Luftwärmepumpen kommen häufig Kompressionswärmepumpen, Adsorptionswärmepumpen und Brauchwasserwärmepumpen zum Einsatz.

Sehr beliebt sind Luftwärmepumpen in Neubauten oder auch bei Sanierungen, da sie wirklich viele Vorteile gegenüber anderen Heizsystemen und auch den anderen Wärmepumpen-Typen bieten. Daher ist es auch zu erklären, dass die meisten installierten Wärmepumpen Luftwärmepumpen sind. Es gibt sie in zwei verschiedenen Ausführungen:

  • Luft-Luft-Wärmepumpen und
  • Luft-Wasser-Wärmepumpen

1.1. Funktionsweise der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Die Luft-Wasser-Wärmepumpe, die erste Form der Luftwärmepumpe, arbeitet nach dem klassischen Wärmepumpen-Prinzip mit einem Kältemittelkreislauf. Die Luft dient als Energiequelle und das Wasser - genauer gesagt das Kältemittel - dient als Wärmeüberträger innerhalb der Pumpe. Mittels eines Ventilators wird die Umgebungsluft angesaugt. Diese Temperatur reicht aus um ein Kältemittel zum Verdampfen zu bringen, welches innerhalb des Wärmepumpen-Kreislaufs zirkuliert. Das erwärmte Kältemittel wird jetzt unter Druck noch weiter erhitzt. Dieser Vorgang gibt der Luftwärmepumpe auch ihren Namen, denn der Druck wird durch eine strombetriebene Pumpe erzeugt. Nun kann die Wärme an das Heizungssystem des Gebäudes übertragen werden und danach wieder abkühlen. Der Kreislauf ist beendet und beginnt wieder von vorn.

1.1.1. Aufstellung der Luft-Wasser-Wärmepumpe

Es gibt folgende zwei Möglichkeiten der Aufstellung:

  • Außenaufstellung (außerhalb des Gebäudes)
  • Innenaufstellung (im Gebäude)
1.1.1.1 Außenaufstellung

Bei der Außenaufstellung gibt es die sogenannten Monobloc-Wärmepumpen - diese machen alles in einem: 

  • Luft ansaugen,
  • erwärmen
  • und auf das Heizungssystem übertragen

Die Verbindung zum Heizsystem wird hierbei unterirdisch und gut isoliert verlegt!

1.1.1.2 Innenaufstellung

Bei der Innenaufstellung wird die Wärmepumpe z.B. im Keller eingebaut. Die Luftzufuhr geht durch die Außenwände aber ins Freie!

Luftwärmepumpen können an unterschiedlichen Plätzen installiert werden: Außen oder Innen. Die Luft-Wärmepumpe wird so entweder innerhalb - meist in einem Kellerraum - oder im Außenbereich des Hauses aufgestellt und ist im Grunde nicht viel größer als ein Kühlschrank. Experten sagen, dass der Aufstellungsort keinen Einfluss auf die Effizienz der Wärmepumpe hat. Aber nicht jedem gefällt solch ein Apparat im Garten und auch die Geräusche müssen berücksichtigt werden. Im Innenbereich kann zusätzlich noch ein Pufferspeicher installiert werden - dies ist aber nicht zwingend notwendig.

VITOCAL 300-A Luft-Wasser-Wärmepumpe (© Viessmann): Außenaufstellung und Innenaufstellung

1.1.1.3 Split-Wärmepumpe

Split-Wärmepumpen sind eine Alternative zur reinen Außen- oder Innenaufstellung. Bei der Split-Wärmepumpe wird der Ventilator außen installiert, die eigentliche Wärmepumpe innen. Diese Variante ist ziemlich beliebt, denn im Vergleich zur reinen Außenaufstellung müssen nur Zu- und Ableitungen für den Kältemittelkreislauf und keine Luftkanäle gelegt werden. Split-Wärmepumpen können direkt bündig am Gebäude angebracht werden. Split-Wärmepumpen sind eigentlich immer Luft-Wasser-Wärmepumpen, arbeiten also klassisch mit einem Kältemittel-Kreislauf. Es ist uns kein Hersteller bekannt, der eine Split-Luft-Luft-Wärmepumpe anbieten würde. 

1.2. Luft-Luft-Wärmepumpe

Die sogenannte Luft-Luft-Wärmepumpe besitzt keinen Kältemittel-Kreislauf, sondern gibt die angesaugte warme Luft direkt zum Beheizen ins Gebäudeinnere ab. Das heißt, die Luft selbst ist der Wärmeübeträger auf die Heizung. Oftmals wird die im Gebäude befindliche Luft - genau genommen die Abwärme - gebraucht, um damit frische Luft zu erwärmen. Nach dem der Abwärme ihre Wärme entzogen wurde, wird diese abgeführt - mal muss also keine Angst haben, dass die Qualität der Raumluft stetig schlechter wird ... eher das Gegenteil ist der Fall.

  • Luft-Luft-Wärmepumpen eignen sich eigentlich nur für luftdichte Gebäude wie beispielsweise Passivhäuser. Im Altbau eignen sie sich nur nach umfassender Sanierung.

1.3. Lautstärke der Luftwärmepumpen

Der Betrieb der Luftwärmepumpe produziert Geräusche, speziell der Ventilator. Die meisten Hersteller geben Durchschnittswerte von ca. 50 Dezibel an. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit kategorisiert 50 dB als die Lautstärke einer normalen Unterhaltungssprache ein, und teilt mit, dass die meisten Menschen dies als normale Lautstärke empfinden. Je nach Wärmebedarf und daraus resultierender Ventilatorgeschwindigkeit kann es aber auch etwas leiser oder lauter werden. In jedem Fall empfiehlt es sich, den Ort der Aufstellung genau zu wählen: Nicht im Bereich von Schlafräumen, nicht zu nah am Nachbarhaus und möglichst nicht in Ecken, die den Schall vervielfältigen könnten.

2. Preise, Kosten, Wirtschaftlichkeit und Förderung von Luftwärmepumpen

Luftwärmepumpen bzw. Luft-Wasser-Wärmepumpen sind nicht so effizient wie Erdwärmepumpen, allerdings in der Anschaffung dafür bedeutend günstiger. Die Luft-Temperatur ist natürlich nicht ganzjährig gleich, daher arbeiten Wärmepumpen im Winter nicht so wirtschaftlich. Theoretisch arbeiten sie aber bis -25°C. Die größte Schwierigkeit: Im warmen Halbjahr sind die Außentemperaturen hoch, aber in dieser Zeit wird kaum Heizungswärme benötigt. Im kalten Halbjahr sind die Außentemperaturen geringer und es wird viel Heizwärme benötigt.

Bei Luftwärmepumpen ist die Installation bedeutend einfacher als bei Erdwärmepumpen: es müssen erstens keine Bohrungen oder Aushebearbeiten durchgeführt werden, was eine Menge Geld spart. Zweitens müssen keine Richtlinien zum Gewässer- oder Grundwasserschutz beachtet werden und auch keine Bohrgenehmigungen eingeholt werden. Allerdings muss aufgrund des erhöhten Stromverbrauchs die Luftwärmepumpe dem Energieversorger gemeldet werden. All dies trägt dazu bei, dass die Anschaffungspreise für die Luftwärmepumpe und auch die laufenden Kosten vergleichsweise gering sind.

2.1. Preise für Ihre Luftwärmepumpe

Luftwärmepumpen kann man schon ab ca. 4.000 Euro erwerben. Realistischerweise sollten Sie für ein Ein- oder auch Mehrfamilienhaus mit einem durchschnittlichen Preis für eine Luft-Luft bzw. Luft-Wasser-Wärmepumpe von 8.000 bis 12.000 Euro rechnen.

Mit dem Preis steigen oftmals

  • die Leistung der Wärmepumpe
  • das Zubehör
  • und unter Umständen auch die Qualität - letzteres aber nicht immer.

Wichtig zu beachten ist aber, dass dieser Preis nur den Anschaffungspreis des Gerätes meint. Die Kosten für die Installation müssen auch berücksichtigt werden. Hier können Sie rund 25% auf den Anschaffungspreis aufschlagen, so dass in der Regel ein Gesamt-Preis für Ihre Luftwärmepumpe von 12.000 bis 15.000 Euro entsteht.

2.2. Betriebskosten für Ihre Luftwärmepumpe

Der Betrieb eine Luftwärmepumpe erzeugt 

  • Fixkosten und
  • verbrauchsabhängige Kosten

2.2.1. Fixkosten

Die fixen Kosten von Luftwärmepumpen entstehen durch die Wartung und Instandhaltung. Allerdings sind diese sehr gering und liegen bei 50 Euro jährlich.

Man muss im Leben schon an genug Dinge denken, daher macht ein Wartungsvertrag mit dem Installateur unter Umständen Sinn: Dieser erinnert an die fälligen Wartungstermine und führt sie durch.

2.2.2. Verbrauchskosten

Viel entscheidender sind allerdings die Verbrauchskosten. Diese fallen an, weil die Luft-Wärmepumpe Strom für den Betrieb benötigt. Die Kosten für den benötigten Strom hängen größtenteils

  1. von der Isolation Ihres Hauses ab
  2. der Effizienz der Wärmepumpe (Jahresarbeitszahl)
  3. Ihrem Strompreis und
  4. der Temperatur der verwendeten Umgebungsluft.

So brauchen Luft-Wärmepumpen im bitter kalten Wintern bedeutend mehr Strom als in milden Wintern.

  • Gesamt-Kosten für den Betrieb der Luftwärmepumpe => 1.000 bis 1.200 Euro pro Jahr 

Noch mehr Infos zu den Kosten und Preisen von Wärmepumpen findet man hier.

Tipps - Kosten bei Ihrer Luftwärmepumpe sparen:

  • erkundigen Sie sich bei Ihrem Energieversorger nach speziellen Tarifen für Wärmepumpen-Betreiber
  • nehmen Sie die Förderungen in Anspruch
  • Fußbodenheizungen brauchen nur geringe Vorlauftemperaturen, dies kommt Luft-Wärmepumpen sehr entgegen ... so kann man 50 bis 80 Euro Stromkosten pro Jahr sparen

2.3. Wirtschaftlichkeit

Luftwärmepumpen: Leistungszahl von 3,4 und Jahresarbeitszahl von 2,9Die Wirtschaftlichkeit ist eine Kernfrage, bei der Entscheidung für oder gegen eine Luft-Wärmepumpe. Die wenigsten würden sich für die Anschaffung entschließen, wenn es ein Minus-Geschäft wäre. Leider kann hier keine aussagekräftige und zugleich allgemein gültige Antwort geben.

Die sogenannte Leistungszahl (COP) einer Wärmepumpe gibt die Effizienz der Luftwärmepumpe unter standardisierten Bedingungen an - ist also nur zum Vergleich zwischen den unterschiedlichen Wärmepumpen-Geräten geeignet.

In den vergangenen Jahren lag die durchschnittliche Leistungszahl (COP) von Luft-Wasser-Wärmepumpen bei 3,4 - die durchschnittliche Jahresarbeitszahl der im Neubau installierten Luftwärmepumpen lag bei 2,9. Das macht deutlich, dass der COP-Wert wirklich nur theoretisch zu betrachten ist, in der Praxis werden die angepriesenen Werte meist nicht erreicht.

Wichtiger ist die Jahresarbeitszahl, die Ihre konkrete Situation bei Ihnen zuhause berücksichtigt und wirklich Aufschluss über die Wirtschaftlichkeit gibt. Diese muss allerdings konkret auf jeden einzelnen Fall angewendet werden. Daher braucht man für diese Aufgabe zwangsläufig einen Installateur. Bei der Suche nach einem passenden Installateur für Ihre Luftwärmepumpe helfen wir Ihnen.

2.4. Förderung

Um die Förderung von Luftwärmepumpen kümmert sich das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, abgekürzt BAFA. Eine Luftwärmepumpe, die eine Förderung erhalten soll, muss eine Leistungszahl von mindestens 3,1 und das EHPA-Gütesiegel besitzen. Kleinere Luft-Wasser-Wärmepumpen mit bis zu 20 kW Leistung werden dann mit 1.300 Euro, größere mit 1.600 Euro gefördert. Weitere Infos zur Wärmepumpen-Förderung finden Sie hier.

3. Vorteile und Nachteile der Luftwärmepumpe

Vorteile der Luftwärmepumpe Nachteile der Luftwärmepumpe
Luftwärmepumpen haben den großen Vorteil, relativ kompakt und damit flexibel einsetzbar zu sein. Luftwärmepumpen haben neben allen anderen Wärmepumpen einen Nachteil: Auch wenn die eigentliche Energiequelle - also die Grundwasser-, Erd- oder Luftwärme - kostenlos zur Verfügung steht, wird Strom benötigt, um das Temperaturniveau anzuheben.  
Da keine Rücksicht auf die Bodenbeschaffenheit genommen werden muss, können ohne sie Baugenehmigung oder größere Installationsarbeiten am Grundstück genutzt werden. Insgesamt sind Wärmepumpen damit zwar kostengünstiger als andere Heizsysteme, allerdings müsste man in die Zukunft schauen können, um zu wissen, welcher Preis sich für uns Kunden nachteiliger entwickeln wird: der Strom- oder der Gas- beziehungsweise Öl-Preis.
Da keine Bohrungen wie bei der Grundwasser- oder Erdwärmepumpe erforderlich sind, ist die Installation an sich schon bedeutend günstiger und die Gesamtkosten niedriger. Luftwärmepumpen besitzen einen geringeren Wirkungsgrad und sind abhängig von schwankenden Umgebungstemperaturen. Dadurch muss an wirklich extrem kalten Tagen ein herkömmliches Heizsystem unterstützen.
Luftwärmepumpen sind auch im Sommer interessant: Die meisten Geräte kann man an warmen Tagen auch zur Kühlung nutzen. Ein weiterer Vorteil: Sie müssen wenig gewartet werden. Darüber hinaus muss berücksichtigt werden, dass die Außeneinheit (der sogenannte Verdampfer) Betriebsgeräusche macht.

4. Bekannte Hersteller von Luft-Luft und Luft-Wasser-Wärmepumpen

Hersteller Wärmepumpen-Systeme
Viessmann

Systeme Vitocal 350-A und Vitocal 300-A zur Modernisierung

Vitocal 200-A für Neubauten

Dimplex Verschiedene Systeme zur Außenaufstellung, Innenaufstellung und in Split-Bauweise
Stiebel Eltron  
Rotex  
Weishaupt  

Eine vollständige Übersicht der Hersteller und Bohrunternehmen finden Sie auf:

https://ihre-waermepumpe.de/waermepumpe-hersteller.html

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