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Bei Wärmepumpen muss man neben dem Preis für die Anschaffung auch die Kosten für die Erschließung berücksichtigen. Nach der Installation fallen Verbrauchs- und Betriebskosten an. Es gibt verschiedene Arten von Wärmepumpen: Erd-, Grundwasser- und Luftwärmepumpen. Dabei hat jede Ihre eigenen Anforderungen und so auch Kosten und Preise. Die angegebenen Preise und Kosten sind Erfahrungswerte, daher können sie freilich nach oben oder unten abweichen. Auf dieser Seite geben wir Ihnen auch einige Tipps zur Kosteneinsparung bei Wärmepumpen.

1. Wärmepumpe: Kosten für die Erschließung und Zubehör

Zu den Kosten einer Wärmepumpe gehören die BohrungenBevor es losgehen kann, müssen die Voraussetzungen geprüft werden, ob eine Wärmepumpe überhaupt installiert werden kann. Es muss ausreichend Platz im Gebäude und auf dem Grundstück vorhanden sein, um die Wärmepumpe aufzustellen.

Zusätzlich hat jede Wärmepumpe-Art spezifische Anforderungen, die erfüllt werden müssen.

Darüber hinaus wird wichtiges Zubehör benötigt, wie etwa die Rohre für den Solekreislauf. Bei der Luftwärmepumpe ist dies beispielsweise die ausreichende Entfernung zum nächsten Grundstück, denn die Lautstärke darf den Nachbarn nicht stören. Aber auch man selbst möchte ja nicht den Lüfter direkt unter dem Schlafzimmer-Fenster haben.

Allerdings enstehen durch diese Arbeiten keine hohen Kosten, die eigentliche Installation der Luftwärmepumpe durch den Fachbetrieb ist auch vergleichsweise günstig.

Bei der Erdwärmepumpe gibt es entweder die Variante der horizontalen, flächigen Verlegung von Erdkollektoren oder die vertikale Bohrung für bis zu 100 Meter tiefe Sonden. Diese Aushub- und Bohrarbeiten müssen durch ein Spezialunternehmen durchgeführt werden und kosten normalerweise mehrere Tausend Euro.

Auch bei der Grundwasserwärmpeumpe fallen recht hohe Installations- und Erschließungskosten an. Hier sind zusätzlich kostenpflichtige Vorab-Probe-Bohrungen erforderlich. Wenn die Genehmigung für eine Grundwasserwärmepumpe erteilt wurde, müssen zwei Brunnen gegraben werden, um das Grundwasser anzusaugen.

 
Wärmepumpe Verwendete Technik ca. Kosten für die Erschließung (durchschnittliches Wohnhaus)
Luftwärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpe 500 bis 2.000 €
Luft-Luft-Wärmepumpe 2.000 bis 6.000 €
Erdwärmepumpe mit Erdkollektoren 2.000 bis 5.000 €
mit Erdsonden 3.500 bis 8.000 €
Grundwasserwärmepumpe Wasser-Wasser-Wärmepumpe 4.000 bis 7.000 €

2. Wärmepumpe: Preis für die Anschaffung

© Max Weishaupt GmbHEigenheimbesitzer schauen oft nur auf den Preis, und der liegt beim Wärmepumpensystem über denen einer konventionellen Heizung. Das greift freilich zu kurz, denn am Ende holt die Wärmepumpe kostenlose Energie aus der Luft, dem Erdreich, dem Grundwasser oder gar - als hybrides System - aus Sonnenkollektoren.

Mit dem Wärmepumpen-Preis ist die Anschaffung der eigentlichen Technik gemeint - also dem Gerät selbst (wie im vorangegangen Abschnitt erklärt, ist dieses ohne fachmännische Planung und Installation nichts wert).

Luftwärmepumpen sind die günstigsten der drei Wärmepumpen-Arten. Häufig werden diese als Split-Wärmepumpe installiert, wobei das Modul zum Ansaugen der Luft im Außenbereich und die weitere Erwärmung im Innenbereich des Hauses stattfindet.

Erd- und Grundwasserwärmepumpen sind etwas teurer. Allerdings ist der Preisunterschied nicht so gravierend wie bei den Erschließungskosten. Generell muss man sagen, dass der Wärmepumpen-Preis je nach Hersteller, Leistung und Wirkungsgrad starke Differenzen aufweist.

 
Wärmepumpe Verwendete Technik ca. Kosten für die Anschaffung (durchschnittliches Wohnhaus)
Luftwärmepumpe

Luft-Wasser-Wärmepumpe 4.000 bis 12.000 €
Luft-Luft-Wärmepumpe 5.000 bis 10.000 €
Erdwärmepumpe  Sole-Wasser-Wärmepumpe 5.200 bis 12.000 €
Grundwasserwärmepumpe Wasser-Wasser-Wärmepumpe 9.000 bis 12.000 €

3. Wärmepumpe: Kosten für den Verbrauch

Strom ist der größte Posten bei den Verbrauchskosten von WärmepumpenGenauso wie bei Öl- und Gasheizungen, sind die Verbrauchskosten einer Wärmepumpe ein äußerst wichtiger Faktor ... denn sie entscheiden letztlich darüber, ob sich die Investition gelohnt hat oder nicht. Ölheizung verbrauchen Öl, Gasheizungen Gas und Wärmepumpen benötigen Strom.

Sie nehmen die Umgebungswärme aus der Luft, dem Erdreich und dem Grundwasser auf und erhöhen diese mithilfe elektrischer Pumpen.

  • Wie viel Strom eine Wärmepumpe verbraucht, hängt von der Abstimmung zwischen Heizungsanlage und installierter Wärmepumpe, sowie von der Gebäudedämmung und welches Heizungssystem vorhanden ist, ab.
  • Wenn eine Wärmepumpe nicht effizient arbeitet, schnellen die Verbrauchskosten in die Höhe, der Einspar-Effekt verpufft.

Zunächst einmal sollte Ihre Wärmepumpe einen guten Wirkungsgrad besitzen. Darüber gibt die sogenannte Leistungszahl Aufschluss. Sie zeigt an, wie gut der eingesetzte Strom in Wärmeenergie umgewandelt werden kann. Eine Leistungszahl von 3 bedeutet beispielsweise, dass aus 1 kW Strom 3 kW Wärmeenergie erzeugt wird.

Nur: Die JAZ ist ein im Labor ermittelter Wert. Bei Ihnen zuhause kann das schon ganz anders aussehen - besser aber auch schlechter. Die sogenannte Jahresarbeitszahl wird für Ihren speziellen Fall errechnet und kann vorab prognostiziert werden. Daraus ergibt sich der zu erwartende Stromverbrauch. 

  • Es gilt: Je höher die Leistungs- und die Jahresarbeitszahl, desto effizienter wird der Strom eingesetzt. 
  • Luftwärmepumpe sind tendenziell nicht so effizient und daher liegen die Strom-Kosten auch einem höheren Niveau.
  • Grundwasser- und Erdwärmepumpe greifen auf eine ganzjährig konstante Wärmequelle zu, das reduziert die Stromkosten.
Wärmepumpe Verwendete Technik ungefähre jährliche Verbrauchskosten (durchschnittliches Wohnhaus)
Luftwärmepumpe Luft-Wasser-Wärmepumpe und Luft-Luft-Wärmepumpe 1.000 bis 1.200 €
Erdwärmepumpe  Sole-Wasser-Wärmepumpe 600 bis 900 €
Grundwasserwärmepumpe Wasser-Wasser-Wärmepumpe 550 bis 800 €

4. Wärmepumpe: Betriebskosten

Die Wärmepumpen-Betriebskosten sind ein eher kleiner Posten. Erstens müssen Sie die Wartungskosten berücksichtigen, wobei Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizsystemen wartungsarm sind, was daran liegt, dass keine Verbrennung stattfindet, deswegen wird auch kein Schornsteinfeger benötigt. So können Sie mit rund 150 Euro pro Jahr für die Instandhaltung mit einer Wartung kalkulieren - unabhängig vom Wärmepumpen-Typ. Oft werden Wartungsverträge mit 2 Wartungen + Material angeboten deren Kosten dann aber mehr als doppelt so hoch ausfallen können. Zweitens sollte man mit etwaigen Nebenkosten (Aufwendungen für den Stromzähler, Versicherungen, usw.) rechnen.

Wärmepumpe ungefähre jährliche Betriebskosten (durchschnittliches Wohnhaus)
Wartung und Instandhaltung je nachdem wie viele Wartungen Sie wünschen (1x oder 2x jährlich) ca. 150€ / Wartung
Nebenkosten 60 bis 100 €

5. Eventuelle Zusatzkosten

Zusatzkosten enstehen meist dann, wenn Sonderlösungen gefordert sind, also wenn Ihre spezielle Situation stark von der Norm abweicht. Da diese Gegebenheiten so unendlich verschieden sein können, kann man selbstverständlich auch hier keine Preise oder Kosten nennen. Ein häufig auftretender Fall ist die Bestellung eines Pufferspeichers.

Meist werden Wärmepumpen ja in Neubauten installiert und es ist ein solcher Pufferspeicher nicht vorhanden, aber auch in Bestandsbauten muss dieser oft gegen einen neuen ausgetauscht werden. Der Preis ensteht in der Regel durch die georderte Größe, also das Fassungsvermögen. Kalkulieren Sie mit einem Wärmepumpe-Pufferspeicher-Preis zwischen 500 und 2.000 Euro.

6. Gesamtkosten für Ihre Wärmepumpe

Wenn Sie diesen Text bis hierher aufmerksam gelesen haben, werden Sie sicherlich feststellen, dass die einzelnen Wärmepumpen-Typen ganz unterschiedliche Preise und Kosten auf den Plan rufen. Luftwärmepumpen sind sehr günstig in der Anschaffung, dafür liegen die Betriebskosten höher. Erd- und Grundwasserwärmepumpen sind sehr effizient und kostensparend, dafür sind die Preise für die Erschließung und die Anschaffung höher. Es ergeben sich insgesamt folgende Wärmepumpen-Preise:

  • Luftwärmepumpe: 12.000 bis 15.000 Euro
  • Erdwärmepumpe:
    • mit Erdsonden: 17.000 bis 19.000 Euro
    • mit Erdkollektoren: 15.000 bis 18.000 Euro
  • Grundwasserwärmepumpe: 16.000 bis 17.000 Euro

6.1. Tipps, zum Kosten sparen

  1. Die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe: Die Wärmepumpe sollte korrekt dimensioniert werden, nicht zu klein und die nicht zu groß. Eine sehr knapp kalkulierte Größe der Wärmepumpenleistung reduziert zwar den Preis, aber die Pumpe würde letztlich aufgrund des erhöhten Strombedarfs nicht effizient und wirtschaftlich arbeiten, ja vielleicht sogar Schaden nehmen.
  2. Die passende Vorlauftemperatur der Heizung: Wärmepumpen sind sehr kostensparend, wenn sie in einem gut gedämmten Haus mit einer Niedrigtemperaturheizung betrieben werden. Dies spart Strom und bringt die besten Jahresarbeitszahlen ein. Wichtig ist also, dass die Differenz zwischen der Wärme aus der Luft, der Erde oder dem Grundwasser und der Vorlauftemperatur möglichst gering ist. Im Übrigen: Niedrigtemperaturheizungen - wie Fußbodenheizungen - sind bedeutend kostensparender als herkömmliche Heizkörper.
  3. Installationskosten berücksichtigt? Die Installation einer Wärmepumpe mit den Bohr- und Aushubarbeiten ist vergleichsweise kostspielig. Achten Sie darauf, dass Sie diese Arbeiten in Ihrer Kalkulation berücksichtigen.
  4. Spezielle Stromtarife: Einige Energieversorger bieten spezielle Stromtarife für Wärmepumpen-Betreiber an. Prüfen Sie, ob das in Ihrem Fall so ist und ob es sich lohnen würde diesen in Anspruch zu nehmen.
  5. Regelmäßige Sichtkontrolle: Moderne Wärmepumpen verfügen über eine Betriebsanzeige. Überprüfen Sie diese regelmäßig, so können kleinere Schäden schnell behoben werden, bevor Sie zu größeren teuren Schäden werden.
  6. Förderungen: Nehmen Sie unbedingt die staatlichen Wärmepumpe-Förderungen in Anspruch.

 Die Kosten und der Wärmepumpe-Preis sagen nichts über die Wirtschaftlichkeit und die Amortisation aus. Zu diesem Thema finden Sie mehr auf der nächsten Seite.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

Nicht jeder kann die Anschaffung einer Wärmepumpe aus der sprichwörtlichen Portokasse bezahlen. Daher sollte man sich eingehend mit den verschiedenen Förderungen für Wärmepumpen beschäftigen. Und auch eine Kredit-Finanzier

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