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Wärmepumpen helfen, Heizkosten zu sparen. Wir erklären Ihnen, wie die Anlagen aussehen und funktionieren, welches Zubehör es gibt, wann die einzelnen Formen sinnvoll sind und einiges mehr. Außerdem stellen wir Ihnen die wichtigsten Fachbegriffe vor, die Sie kennen sollte, und zeigen die Vor- und Nachteile einer Wärmepumpe auf. Dadurch lernen Sie die wichtigen Grundlagen kennen, um Wärmepumpen zu verstehen und eine gute Entscheidung für Ihr eigenes Zuhause zu treffen.

Los geht es mit unseren 11 Fragen und Antworten rund um Wärmepumpen:

1. Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen nehmen die Temperatur aus der Umgebung auf und erhöhen sie durch mechanische Arbeit. Die so entstehende Wärme kann dann zum Heizen genutzt werden.

Rund jeder vierte Neubau in Deutschland wird direkt mit einer Wärmepumpe geplant.

Das Bild zeigt die Grundidee von Wärmepumpen

Der Weg, auf dem die Temperatur erhöht wird, ist je nach System unterschiedlich. Die am meisten verkauften Wärmepumpen sind Kompressionswärmepumpen, speziell Luft-Wasser-Wärmepumpen. Diese arbeiten nach dem Prinzip eines thermodynamischen Kreisprozesses. Und das funktioniert so:

  1. Zuerst nimmt ein Kältemittel (auch Sole genannt) im Gerät die Wärme aus der Umgebung auf und verdampft dabei. Das Kältemittel ist so gewählt, dass schon relativ geringe Temperaturen ausreichen, um es zum Verdampfen zu bringen. In der Regel kommt als Kältemittel ein Gemisch aus Wasser und einem Frostschutzmittel zum Einsatz.
  2. Im nächsten Schritt wird das nun dampfförmige Kältemittel mit einer Pumpe verdichtet. Dadurch hebt sich das Temperaturniveau an, das Kältemittel wird also wärmer.
  3. Das aufgeheizte Gas kann nun die Temperatur im Kondensator an das Heizsystem abgeben. Dort wird die Wärme zum Aufheizen des Warmwassers oder für die Raumheizung genutzt. Besonders günstig und effektiv ist die Kombination aus Wärmepumpe und Fußbodenheizung, weil hierfür die Temperatur des Kältemittels nur um wenige Grad angehoben werden muss. Hat das Kältemittel den Kondensator passiert, ist es wieder so weit abgekühlt, dass es sich im flüssigen Zustand befindet.
  4. Im letzten Schritt muss das (immer noch komprimierte) Kältemittel wieder auf das Druckniveau des Ausgangszustands gebracht werden. Dazu nutzt man Expansionsventile (auch Drosselventile genannt). Hier kann sich das Kältemittel wieder ausdehnen und damit Druck abbauen. Mit dem kalten, unverdichteten Kältemittel beginnt der Prozess von Neuem.

Info: Wärmepumpen sind also Geräte, die niedrige Temperaturen der Umgebung (Luft, Erde oder Wasser) durch Einsatz von strombetriebenen Pumpen anheben können, um damit gut gedämmte Häuser mit Heizenergie und Warmwasser zu versorgen. Eine Wärmepumpe ist nicht größer als ein herkömmliches Heizgerät. Allerdings ist damit nur der Teil gemeint, der in Ihrem Keller installiert wird. Im Außenbereich sind je nach System weitere Installationen nötig.

Übrigens: Das gleiche Prinzip in umgekehrter Reihenfolge wird seit Jahrzehnten beim Kühlschrank eingesetzt. Und auch Wärmepumpen können im Sommer zur Kühlung verwendet werden.

2. Welche Arten von Wärmepumpen gibt es?

Anders als Öl- und Gasheizungen benötigen Wärmepumpen zum Heizen keinen Brennstoff. Stattdessen entziehen sie die Wärme der Umgebung. Als Wärmequelle dient, je nach Ausführung, die Umgebungsluft, das Erdreich oder das Grundwasser (seltener auch Oberflächenwasser). Diese Wärmepumpen nennt man dann folgerichtig Luftwärmepumpen, Erdwärmepumpen oder Grundwasserwärmepumpen. Das sind weitere Bezeichnungen:

BezeichnungFunktion
Wasser-Wasser-WärmepumpeDas Grundwasser dient als Energiequelle. Außerdem wird Wasser im Kältemittelkreislauf verwendet, um die Wärme aufzunehmen.
Luft-Wasser-WärmepumpeDie Wärme der Luft wird angezapft und auf Wasser im Kältemittelkreislauf übertragen.
Luft-Luft-WärmepumpeDie Wärme der Umgebungsluft wird ohne Kältemittelkreislauf verwendet.
Sole-Wasser-WärmepumpeEin Sole-Wasser-Gemisch zirkuliert und nimmt Erdwärme auf.
Gas-WärmepumpeBei sogenannten Adsorptions- und Absorptionswärmepumpen trennt ein Gasbrenner das Kältemittel wieder vom Sorptionsmittel, damit der Kältemittel-Kreislauf erneut beginnen kann.

Zum Betrieb der Wärmepumpe wird zusätzlich Strom benötigt. Dabei gibt es drei Grundprinzipien:

  1. Kompression: Durch Druck wird Hitze erzeugt. (Das ist die am häufigsten verwendete Variante.)
  2. Adsorption: Das Kältemittel haftet an einem speziellen Stoff, wobei Hitze entsteht.
  3. Absorption: Das Kältemittel wird von einem Lösungsmittel aufgenommen und dabei entsteht Hitze ( //de.wikipedia.org/wiki/Absorption_(Physik) ).

Wärmepumpen arbeiten sehr wirtschaftlich in Verbindung mit einer Niedrigtemperaturheizung, beispielsweise einer Fußbodenheizung. Die Vorlauftemperatur (siehe Punkt 11) wird dann bei weniger als 60 Grad gehalten. 

Bereits vor 20 Jahren waren diese Heizsysteme im Fokus der Entwicklung wie dieses PDF zeigt: http://www.hetag.ch/huber/download/Af_NTWP4_Z.pdf

3. In welchen Häusern nutzt man Luftwärmepumpen und wie sehen sie aus?

Bei einer Luftwärmepumpe wird zusätzlich ein Modul installiert, das meist außerhalb des Hauses steht. Dieses ähnelt einer größeren Klimaanlage und wird Kondensator genannt.

Luftwärmepumpen empfehlen sich nur für Häuser mit kombinierter Wohnraumlüftung, bei denen auch die Abluft genutzt werden kann. Dies ist zum Beispiel bei Passivhäusern der Fall. Die Installation von speziellen Luftkanälen und Luftverteilersystemen ist unabdingbar. Bei einer Luft-Wärmepumpenheizung sind zusätzliche Luftbefeuchter empfehlenswert.

4. Welche Voraussetzungen müssen bei Erdwärmepumpen und Grundwasserwärmepumpen gegeben sein?

Bei Grundwasser- und Erdwärmepumpen müssen Rohre (Erdkollektoren oder Erdwärmesonden genannt) innerhalb der Erde verlegt werden. Nach der Verlegung sieht man sie nicht mehr, aber der Platzbedarf und die notwendigen Arbeiten im Außenbereich sind zu bedenken. Bei Erdsonden, die senkrecht in den Boden eingebracht werden, sind aufwendige Erdarbeiten und Bohrungen notwendig.

Falls der Garten in diesem Bereich schon angelegt ist, entstehen dadurch natürlich Beschädigungen an Beeten, Sträuchern oder Bäumen. Eine Alternative hierzu stellt der „Energiezaun“ dar. Dieser ist platzsparend und kann zusätzlich als Gartenzaun oder Grundstücksumzäunung genutzt werden. Aufwendige Erdarbeiten oder Bohrungen sind dabei nicht notwendig.

Wenn Grundwasser als Wärmequelle genutzt werden soll, dann ist die Installation von zwei Brunnen erforderlich: einem Förderbrunnen und einem Speicherbrunnen.

  • Vom Förderbrunnen gelangt das Grundwasser in die Wärmepumpe.
  • Dort wird dem Wasser, wie oben beschrieben, die Wärme entzogen.
  • Danach wird es in den Speicherbrunnen geleitet und dem Erdreich wieder zugeführt.

Für alle Arten von Wärmepumpenheizungen sind natürlich die entsprechenden Heizkörper einzuplanen. Dabei sind Flächenheizungen zu empfehlen, entweder als Fußbodenheizung oder als Wandinstallation. Generell sind Heizungen mit möglichst niedrigen Vorlauftemperaturen zu wählen. Für Wärmepumpenheizungen sind auch Spezialheizkörper mit Ventilatoren erhältlich.

5. Welche Wärmepumpen werden am häufigsten nachgefragt?

Im Februar 2017 zeigte eine Umfrage unter Interessenten von Wärmepumpen, welches System für sie am interessantesten ist. Der Gewinner ist wie zu erwarten die Luftwärmepumpe mit 47,9 %. Erdwärmepumpen (26,4 %) und Grundwasserwärmepumpen (25,6 %) liegen nahezu gleichauf auf Platz 2 und 3. Hier sind die genauen Ergebnisse:

Umfrage: Welche Wärmepumpe wird am meisten angefragt

6. Welches Zubehör gibt es für Wärmepumpen?

Bei allen Anlagenteilen im Außenbereich ist eventuell auf ein waagerechtes und frostfreies Fundament zu achten. Eine entsprechende Schallabdichtung sowie speziell wärmeisolierte Rohre, die zur Heizung ins Haus führen, optimieren das Prinzip der Wärmepumpe.

Außerdem sind optional folgende Komponenten erhältlich:

  • Spezialheizkörper mit Ventilatoren
  • Fernüberwachungssysteme für die Heizungsregelung
  • Wärmepumpenmanager, die eine bedarfsabhängige Regelung gewährleisten
  • spezielle Schnittstellenkarten
  • Wärmemengenzähler
  • Fernbedienungen
  • Schwimmbadsteuerungen
  • Raumtemperaturregler
  • diverse Temperaturfühler (z.B. Solarregler oder Solarfühler)
  • Befüllstationen
  • Druckwächter
  • Durchlauferhitzer

Sie sehen also: Die Wärmepumpe mit all ihrem Zubehör kann individuell auf Ihre Wohnsituation und Ihre Wünsche angepasst werden.

7. Was sind die Vorteile von Wärmepumpen?

Luftwärmepumpe (© Buderus)Die Installation einer Wärmepumpe bietet viele Vorteile:

  • Im Vergleich zu den meisten anderen Heizsystemen wird kein Brennstoff benötigt. Dadurch werden Sie unabhängig von den Rohstoffpreisen.
  • Außerdem wird kein fossiler Brennstoff genutzt, was sehr gut für die Umwelt ist. Sie brauchen zwar eine geringe Menge Strom. Die CO2-Bilanz ist jedoch deutlich besser als bei fossilen Heizsystemen. (Wenn Sie darauf achten, Strom aus regenerativen Quellen zu beziehen, können Sie noch mehr für die Umwelt tun.)
  • Die Heizung verursacht keinerlei Emissionen, weil ja keine Verbrennung stattfindet. Ein weiteres deutliches Plus für die Umwelt. (Mehr zur Frage der Umweltfreundlichkeit finden Sie unter Punkt 9.)
  • Weil bei der Nutzung einer Wärmepumpe keine Verbrennung stattfindet, ist kein Schornstein nötig. Das bedeutet auch: Sie sparen sich die Kosten für den Schornsteinfeger. Bei einem Neubau können Sie sich außerdem die Baukosten für einen Schornstein sparen.
  • Die meisten Wärmepumpen müssen nicht oder nur sehr wenig gewartet werden.
  • Weil nur wenige mechanische Teile verbaut sind und die Technik durch ein sehr ähnliches Prinzip in Kühlschränken schon optimiert ist, sind Wärmepumpen sehr haltbar und langlebig.
  • Wärmepumpen sind sehr sicher im Betrieb.
  • Im Gegensatz zum Beispiel zu Solaranlagen bleibt der Wirkungsgrad der Wärmepumpe auch über die Jahre und Jahrzehnte stabil.
  • Eine Wärmepumpe kann im Sommer auch zum Kühlen verwendet werden. Sie trägt dadurch das ganze Jahr über zu angenehmen Temperaturen und einem hohen Wohlfühlfaktor im Haus bei.
  • Bei der richtigen Auslegung spielen Wärmepumpen ihre Stärken aus und Sie können eine Menge Heizkosten sparen.
  • Es gibt verschiedene Förderungen, mit denen Sie die Kosten für eine Wärmepumpe weiter senken können.
  • Eine Wärmepumpe steigert den Wert Ihres Hauses. Beim Verkauf erzielen Sie deshalb bessere Preise.

8. Was sind die Nachteile von Wärmepumpen?

Natürlich hat eine Wärmepumpe auch Nachteile, die gut überlegt sein sollten:

  • Wärmepumpen lohnen sich meist nur in gut gedämmten Häusern, weil es sich um Niedrigtemperaturheizungen handelt. Sie werden deshalb in erster Linie in Neubauten eingesetzt. In Bestandsbauten sind oft so große Umbaumaßnahmen nötig (zum Beispiel zur Dämmung und Umstellung der Heizkörper), dass sich der Einbau nicht lohnt.
  • Es müssen Fußboden- oder Wandheizungen vorhanden sein, um eine Wärmepumpe effektiv nutzen zu können.
  • Die Investitionskosten sind relativ hoch. (Allerdings amortisieren sie sich auch in absehbarer Zeit.)
  • Je nach System müssen Bohrungen und Bodenarbeiten mit bedacht werden. Vorher sind Prüfungen der Bodenbeschaffenheit erforderlich. Das ist mit zusätzlichem Aufwand und Kosten verbunden. Bedenken Sie außerdem die Schäden mit, die an einem schon angelegten Garten durch die Bohrungen entstehen können.
  • Für Warmwasser muss möglicherweise ein zusätzliches System installiert sein.
  • Wärmepumpen brauchen zwar keinen Brennstoff, aber ganz unabhängig von den Energieversorgern sind Sie trotzdem nicht. Die Anlage benötigt immerhin noch Strom, wenn auch nicht allzu viel. Dieser Nachteil lässt sich allerdings durch die Kombination mit einer Photovoltaikanlage (Solaranlage) kompensieren. Außerdem gibt es bei den Energieversorgern oft attraktive Angebote für Wärmepumpen-Kunden.

Eine Wärmepumpe zu planen und zu installieren ist eine komplexe Angelegenheit. Beauftragen Sie deshalb unbedingt eine Fachfirma!

9. Sind Wärmepumpen wirklich umweltschonend?

Manchmal hört man auch den Begriff „Umweltheizung“ im Zusammenhang mit Wärmepumpen. Sind Wärmepumpenheizungen also wirklich so gut für die Umwelt? Diese Frage schauen wir uns ein wenig genauer an, denn sie ist gar nicht so einfach und vor allem nicht allgemeingültig zu beantworten:

9.1. Rohstoffe und CO2-Bilanz der Wärmepumpe

  • Wärmepumpen beziehen Wärme aus der Umwelt, genauer gesagt aus Luft, Wasser oder Erde. Dieser „Rohstoff“ steht nicht nur kostenlos zur Verfügung, sondern ist auch absolut sauber.
  • Allerdings reicht die Umgebungswärme alleine nicht aus und daher wird das Kältemittel mit einer Pumpe verdichtet und damit auf eine höhere Temperatur gebracht.
  • Diese Pumpen werden in aller Regel mit Strom betrieben.

Jetzt kommt es also darauf an, wie der Strom erzeugt wird. Richtig umweltschonend wird die Wärmepumpe, wenn Sie sie mit einer Photovoltaikanlage oder einer kleinen Windkraftanlage verbinden. Aber auch wenn Sie den Strom ganz konventionell vom Energieversorger beziehen, weisen die meisten Systeme eine gute CO2-Bilanz auf. Der Grund ist der vergleichsweise geringe Strombedarf.

9.2. Emissionsfreier Betrieb der Wärmepumpe

Da innerhalb der Wärmepumpe keine Verbrennung stattfindet, werden auch keinerlei Abgase ausgestoßen. Das ist natürlich gut für die Umwelt (und spart Ihnen gleichzeitig noch ein wenig Geld für den Schornsteinfeger).

Allerdings müssen Sie auch hier die Stromproduktion mitbedenken. Wenn Ihr Strom aus fossilen Brennstoffen gewonnen wird, entstehen dabei natürlich Emissionen. Diese sind aber trotzdem normalerweise geringer als bei einer Brennstoffheizung. Wenn Sie natürlich auf „grünen“ Strom setzen oder diesen sogar selbst mit einer Photovoltaikanlage produzieren, sinken die Emissionen noch deutlich weiter.

Siehe auch: //digitalcollection.zhaw.ch/bitstream/11475/18949/3/L-Sol-Schlussbericht_V2.pdf

9.3. Die Energiebilanz des Heizungssystems

Ein weiterer Aspekt bei der Umweltfreundlichkeit von Wärmepumpen ist die energetische Bilanz des gesamten Heizungssystems des Gebäudes. Wenn ein Haus beispielsweise sehr schlecht isoliert ist, muss die Wärmepumpe die Umgebungswärme auf eine sehr hohe Vorlauftemperatur bringen. Das ist zum einen nur begrenzt möglich. Und zum anderen sinkt die Umweltfreundlichkeit des Systems natürlich, wenn Ihnen über Wände, Dach oder Fenster unnötig viel Wärmeenergie verloren geht.

Um zu prüfen, ob sich eine Wärmepumpe bei Ihnen lohnt oder nicht, ist die Jahresarbeitszahl (siehe Punkt 10) entscheidend. Diese hängt von der Vorlauftemperatur (siehe Punkt 11) ab, also dem Unterschied zwischen bezogener Umgebungswärme und zu erzeugender Heiztemperatur.

Je größer dieser Unterschied ist, umso geringer wird die Jahresarbeitszahl. Sinkt die Jahresarbeitszahl unter einen Wert von etwa 3, dann belastet das Gesamtsystem im Vergleich zu anderen Heizmöglichkeiten nicht nur Ihr Konto, sondern auch die Umwelt.

Umweltschonende Kältemittel – kein FCKW!

Die meisten Wärmepumpen arbeiten mit einem Kältemittel-Kreislauf. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeit, die immer wieder erhitzt wird und danach wieder abkühlt. Die erzeugte Wärme wird auf die Heizung übertragen. Früher nutzte man das umweltbelastende FCKW als Kältemittel. Speziell wenn der Kreislauf undicht wurde, war das ein Problem für die Umwelt, denn FCKW schädigt die Ozonschicht. FCKW ist in Deutschland deshalb schon seit den 90er Jahren verboten.

Und auch die Kunden wünschen sich immer häufiger umweltschonende Kältemittel. Diese gibt es durchaus, zum Beispiel Kohlendioxid (CO2). Dieses ist umwelttechnisch in jeglicher Hinsicht gegenüber FCKW-Kältemitteln im Vorteil. In Japan gibt es seit 2001 einen wachsenden Markt für CO2-Wärmepumpen, in Deutschland sind sie noch recht selten. Am ehesten findet man sie im Bereich der Erdwärmepumpen.

Kältemittel werden bei den meisten Wärmepumpen eingesetzt. Dabei handelt es sich um eine Flüssigkeit, die stets in einem Kreislauf zirkuliert. Bei Erdwärmepumpen nimmt das Kältemittel zum Beispiel die Wärme der Erde auf und verdampft dabei zu Gas. Dieses Gas wird dann in der Wärmepumpe weiter erhitzt. Die Gebäudeheizung übernimmt diese Wärme, wodurch das Kältemittel wieder abkühlt und der Kreislauf neu beginnen kann (siehe auch Punkt 1). Das Kältemittel wird so hergestellt, dass es schon bei geringen Temperaturen zu Gas verdampft, aber bei 0 Grad nicht gefriert. Nicht jede Wärmepumpen-Bauart nutzt ein Kältemittel, sondern nur Kompressionswärmepumpen. Diese werden so bezeichnet, da das Kältemittel unter Druck verdichtet wird (das nennt man Kompression) und dadurch sehr viel stärkere Hitze entwickelt, als die Umgebung zur Verfügung stellt. Ein anderer Name für das Kühlmittel ist Sole.

10 Welche Messwerte sind beim Kauf einer Wärmepumpe wichtig?

Wenn Sie sich für den Kauf einer Wärmepumpe interessieren, werden Sie vor allem auf zwei Begriffe stoßen: die Jahresarbeitszahl und die Leistungszahl. Beide Werte geben bei Wärmepumpen das Verhältnis zwischen erzeugter Heizungsenergie und eingesetztem Strom an. Oder anders ausgedrückt: Sie bezeichnen den Wirkungsgrad der Wärmepumpe. Wir erklären Ihnen, worin sich die beiden Angaben unterscheiden:

10.1 Leistungszahl

Beginnen wir mit der Leistungszahl, auch „Coefficient of Performance“ (COP) genannt.

Seit 2011 wird die Leistungszahl als Berechnungsgrundlage für die Effizienz einer Wärmepumpe verwendet. Die BAfA-Förderung richtet sich nach diesem Wert. Mit der Leistungszahl kann man Wärmepumpen verschiedener Hersteller vergleichbar machen. Sie ist für eine Wärmepumpe ein klar ermittelter, feststehender Wert.

Die Leistungszahl wird unter genormten Testbedingungen ermittelt. Die entsprechende DIN-Norm findet man unter der Nummer DIN EN 14511.

Wichtig zu wissen: Die Einhaltung von DIN-Normen ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben, sondern nur empfohlen. Manche Hersteller geben zwar eine Leistungszahl für ihre Wärmepumpe an, fügen aber nicht hinzu, dass diese unter den Vorgaben der entsprechenden DIN-Norm ermittelt wurde. In diesem Fall ist die Leistungszahl im Grunde nichtssagend und daher wertlos.

Eine Leistungszahl von 4,0 bedeutet, dass die Wärmepumpe 100 % Heizenergie mit 25 % Strom erzeugt. In realen Werten heißt das: Mit 1 kW Strom kann die Wärmepumpe 4 kW Heizwärme erzeugen. Aber das gilt eben nur unter genormten, idealen Bedingungen und nicht unbedingt in der Realität.

10.2 Jahresarbeitszahl

Die Arbeitszahl der Wärmepumpe bezieht sich meist auf ein Jahr Betriebsdauer, daher nennt man diesen Wert auch Jahresarbeitszahl (kurz: JAZ). Für Sie als Kunden ist die Jahresarbeitszahl der interessantere und wichtigere Wert. Wir erklären Ihnen, warum das so ist:

Die Jahresarbeitszahl gibt die Wirtschaftlichkeit der Wärmepumpe in Ihrem konkreten Fall an. Schließlich herrschen bei Ihnen zu Hause ja wohl kaum ideale Testbedingungen, sodass Sie die Leistungszahl unter realistischen Bedingungen nicht erreichen werden. Bei der Jahresarbeitszahl wird die Effizienz des gesamten Heizungssystems berücksichtigt. Auch die Dämmung des Hauses spielt dabei eine wichtige Rolle. Daher ist die Jahresarbeitszahl eines Modells auch nicht feststehend, sondern muss für Ihren individuellen Fall ermittelt werden.

Mit anderen Worten: Die Jahresarbeitszahl gibt Aufschluss darüber, ob sich eine bestimmte Wärmepumpe in Ihrem Fall lohnen würde. Sie ist also ein Praxiswert, wohingegen die Leistungszahl ein theoretischer Wert ist.

Noch etwas konkreter:

Viele Wärmepumpen-Hersteller werben mit einer Leistungszahl ab 3,5 und darüber. Wie bereits erwähnt, wird dieser Effizienz-Wert aber unter genormten Idealbedingungen gemessen. Die Wärmepumpe entfaltet also diese beeindruckende Effizienz in einem ideal gedämmten Haus mit modernster Haustechnik und bei optimalem Wetter.

Grundsätzlich ist eine so hohe Leistung schon möglich. Aber in der Praxis liegen die Jahresarbeitszahlen gerade von Luft-Luft-Wärmepumpen häufig darunter. Wenn sie etwa unter 3,0 fällt, ist eine Wärmepumpe langsam nicht mehr rentabel.

Das bedeutet: Wer eine Wärmepumpe anschafft, sollte sich die realistische Jahresarbeitszahl berechnen und belegen lassen. Wenn diese überschritten wird, kann der Eigenheimbesitzer ja im Grunde nichts verkehrt machen: Die Wärmepumpe produziert auf jeden Fall mehr Energie als sie (nach gegenwärtigen Preisen) aufnimmt, sie wird sich also amortisieren. Es fragt sich nur, wann das geschieht. Um diesen Prozess zu beschleunigen, sollten Sie als Interessent daher zwei Dinge berücksichtigen:

  1. Nehmen Sie alle Fördermöglichkeiten in Anspruch! (Neben BAfA und KfW gibt es häufig auch einen Wärmepumpentarif des Energieversorgers.)
  2. Setzen Sie auf modernste Technik eines Premiumanbieters, die garantiert viele Jahre hält!

11 Was bedeutet Heizungsvorlauf und Heizungsrücklauf?

Die Wärmepumpe erzeugt Temperaturen, die ausreichen, um ein Gebäude mit Heizwärme und Warmwasser zu versorgen. Die dafür benötigte Temperatur nennt man Heizungsvorlauf oder auch Vorlauftemperatur. Sie gibt im Grunde die Temperatur an, die das Wasser im Heizkreis besitzt, wenn es zu den Heizkörpern transportiert wird.

Wenn die Wärme auf den Heizkörper übertragen wurde, kühlt das Wasser ab und fließt zurück. Die Temperatur, die das Wasser im Heizkreis beim Rücklauf hat, nennt man Rücklauftemperatur.

 

Geschrieben von: Jascha Schmitz , 06. Mai 2021


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