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Sie haben Interesse an einer Wärmepumpe? Sind auf der Suche nach Informationen und Kosten? Und möchten verstehen, welches Art Wärmepumpe in Ihrem Haus am besten genutzt werden sollte? Dann sind Sie hier richtig! Auf dieser Seite und den weiteren Unterseiten (siehe Navigation links) finden Sie alles Wichtige!

Außerdem haben wir für Sie 82 Seiten voll mit Tipps (primär für Hausbesitzer) in einem kostenlosen eBook zusammengestellt. Auch Handwerker, Lehrer, Schülern, Umweltschützer etc. können viel hier Spannendes erfahren - auch ganz ohne Vorkenntnisse! Das Buch bietet für jeden einen einfachen Einstieg in das Thema. Verständliche, aber detaillierte und kostenfreie Information - einige Inhalte dieser Webseite und vom Buch:

  1. Kapitel 1 werden Grundlagen & Einblick in die Welt der Wärmepumpen
  2. Kapitel 2 Funktionsweisen & Typen von Wärmepumpen 
  3. Kapitel 3 Anschaffungspreise, laufenden Kosten, Förderung
  4. Kapitel 4 Vergleich zu anderen Heizsystemen
  5. Kaptiel 5: Glossar zu den wichtigsten Begriffen

Zum kostenlosen Download bitte in das Formular eintragen.
Wir senden Ihnen den Link zum eBook dann sofort zu:

1. Warum ist eine Wärmepumpe die richtige Wahl?

Ca 60.000 Einbauten pro Jahr in Deutschland sprechen für sich. Die Wärmepumpenheizung verzichtet auf das Verfeuern fossiler Brennstoffe und hat sehr niedgrige  Betriebskosten! Von den Förderungen ganz zu schweigen - die gibt's auch! Weitere Pluspunkte:

  1. Unabhängigkeit von Öl- oder Gaspreisen
  2. Umweltbewusstsein: Bis zu 50 % weniger Emissionen
  3. Sparen: bis zu 75 % an fossilen Brennstoffen
  4. Flexibilität: Die Wärmepumpe kann auch als Klimaanlage genutzt werden!
  5. Förderungen bei Alt- und Neubau
  6. Einfacher Betrieb - Wärmepumpen müssen nur selten gewartet werden

 

1.1. Wie funktioniert die Wärmepumpe? Das Prinzip der Umgebungswärme.

Wenn Sie sich wundern, dass man der Umgebung Wärme gewinnen kann, denken Sie an das letzte mal, als Sie Ihr Fahrrad aufgepumpt haben. Nach ein paar Mal Pumpen, merken Sie, dass die Luftpumpe warm wird. Dies hat nichts mit der Reibung zu tun, sonder damit, dass sich die Wärme erhöht, wenn der Druck zunimmt.

Hier ein Schüler-Video, welches dieses Prinzip erklärt!

Wärmepumpen nehmen Wärme aus der Umgebung - zum Beispiel aus der Luft, dem Grundwasser oder dem Erdreich - auf und bringen diese Wärme dann auf die gewünschte Temperatur, um sie schließlich dem Heiz- oder Brauchwasserkreislauf zuzuführen. Egal, mit welcher Wärmequelle die Wärmepumpenheizung nun arbeitet, sie besteht immer aus den vier gleichen grundlegenden Systemkomponenten:

  • die Wärmequelle
  • die Wärmepumpe
  • das Verteilersystem
  • und die SpeicheranlageHeizkosten sparen durch frieren? Niemals!

Bestandteile wie Kältemittel, Kollektor, Sonde, Verdichter oder sogar Eisspeicher werden je nach geplanten System der Wärmepumpe benötigt.

Es gibt folgende Bauformen bei Wärmepumpen:

  • Kompressionswärmepumpe: Die elektrische Kompressionswärmepumpe ist die wohl meist genutzte Bauform!
  • Adsorptionswärmepumpe: Adsorptionswärmepumpen nutzt man in der Regel als Ergänzung bzw. Verbindung mit Gas-Brennwertheizungen.
  • Absorptionswärmepumpe: Diese kann selbst traditionelle Heizkörper mit hohen Temperaturen von ca. 70 Grad versorgen. Normalerweise sind bei Wärmpumpen Niedrigenergie-Heizungen notwendig.

Genauere Informationen zu den Bauformen finden Sie übrigens hier

Das nächste Video (der Firma Finger-Haus) gibt noch mal eine sehr übersichtliche Erklärung wie die Wärmepumpe funktioniert:

1.2. Welche Energiequellen für Wärmepumpen gibt es?

Kurz zurück zu der Frage, welche Energiequellen die Wärmepumpe nutzt. dazu gehören:

  1. Die Außenluft: Die Wärme der Außenluft kann auch im Winter so weit erhöht werden, dass man tatsächlich damit heizen kann! Hier wird das System der Luftwärmepumpe genauer erklärt. 
  2. Erdwärme:
    Im Erdreich sind bereits ab einer geringen Tiefe gleichbleibende Temeperaturen vorhanden. Im Winter friert ja z.B. auch nur die oberste Bodenschicht - darunter bleibt es realtiv warm. Diese Energie wird von der Wärmepumpe über genutzt. Dazu werden Erdwärmesonden oder Erdwärmekollektoren verwendet. Eine genaue Erklärung finden Sie hier: Funktion der Erdwärmepumpe.
  3. Grundwasser: 
    Hier geht es tiefer in das Erdreich. Das Grundwasser hat im Durchschnitt ca. 10° und wird durch die Verdichtertechnik der Grundwasserwärmepumpe auf 40-60° Celsius gesteigert. Eine genaue Erklärung finden Sie hier: Funktion der Sole-Wasser-Wärmepumpe.
  4. Abwärme: 
    Wenn im Gewerbe warmes Wasser oder Abluft entsteht, ist die Wärmepumpe perfekt geeignet, um diese Energie nicht einfach verpuffen zu lassen. Zum einen kann die Wärme für Warmwasser und Heizung genutzt werden. Auf der anderen Seite kann die Wärmepumpe dadurch auch zur Kühlung von z.B. Serverräumen genutzt werden. Hier gibt es noch ein Beispiel zu finden. 

Grundsätzlich werden drei verschiedene Arten von Wärmepumpen - je nach Art ihrer Wärmequellen - unterschieden:

  • die Luft-Wasser-Wärmepumpe, welche ihre Energie aus der Luft gewinnt
  • die Sole-Wasser-Wärmepumpe, bei welcher die Energie aus dem Erdreich gewonnen wird
  • die Wasser-Wasser-Wärmepumpe, welche sich das Grundwasser zunutze macht

Für welche dieser drei Pumpen man sich schließlich entscheidet, hängt in erster Linie vom Standort und seinen Gegebenheiten ab.

Da eine Wärmepumpe keinerlei Kohlendioxid ausstößt, ist sie eine clevere Alternative zu fossilen Heiztechniken und schont aktiv die Umwelt.

1.3. Der Unterschied von Wärmepumpen zu anderen Heizungen

Eine Wärmepumpe arbeitet also nicht mit einem klassischen Brennstoff (beispielsweise Gas, Öl oder Holz), sondern nutzt etwas Strom um die Umgebungstemperatur auf ein höheres, nutzbares Niveau zu pumpen. Daher arbeiten sie übrigens in Kombination mit einer Photovoltaikanlage noch wirtschaftlicher.

Zusätzlich ist die Wärmepumpe aufgrund der niedrigeren Vorlauftemperaturen sehr gut für eine Fußbodenheizung geeignet. Hier erfahren Sie mehr über diese Kombination.

Die Einbindung einer Solaranlage (Solarthermie) ist also nicht nur möglich, sondern sogar die optimale Lösung. So können die Energiekosten zusätzlich gesenkt werden, denn die Sonnenwärme wird dann für die Warmwasserbereitung genutzt.

In der Regel funktionieren Wärmepumpen als alleinige Heizsysteme und benötigen keinen zusätzlichen Öl- oder Gaskessel.

1.4. Stimmt es das die Wärmepumpe auch kühlen kann?

Ja, je nach genutzter Wärmequelle und gewünschter Leistung kühlt Ihre Wärmepumpe auch!

Mit einer aktiven Kühlung kann die Raumtemperatur um drei Grad oder mehr gesenkt werden. Dazu wird der Heizkreis der Wärmepumpe "ganz einfach" umgekehrt. Dann ist also plötzlich ihr Haus die Wärmequelle und z.B. der Erdboden oder das Grundwasser der "Wärmeabnehmer".

Es gibt auch die passive Kühlung. Dazu wird der Kältekreislauf der Wärmepumpe ausgeschaltet. Normalerweise wird ja unter Druck die Temperatur erhöht. Das fällt also weg.

Statt dessen wir die eigentliche Temperatur des Erdreichs oder Grundwassers also z.B. ca. 10 °C übertragen. Ihre Heizkörper und Heizungsrohre werden also gekühlt und damit logischerweise auch Ihre Zimmer!

Vorteil der passiven Kühlung: Diese verbraucht kaum Strom!

2. Wie teuer ist eine Wärmepumpe?

Für ein Einfamilienhaus mit 120 m² kann man je nach Wärmepumpe 19.000 Euro oder weniger Investitionskosten rechnen. Vergleicht man das mit einer Gasheizung ( inklusive Installation ca. 8.000€) denkt man zuerst, das sei extrem teuer. Aber:

Nach ca. fünf bis zehn Jahren haben sich die Kosten im Vergleich mit Gas- und Ölheizungen meist schon amortisiert. 

Die Umweltwärme aus der Luft, dem Erdreich oder dem Grundwasser steht nämlich absolut kostenlos zur Verfügung und wird mit Hilfe von elektrischem Strom weiter erhitzt.

Wärmepumpen kosten in der Anschaffung also mehr als beispielsweise eine Öl- oder eine Gasheizung. Allerdings sind sie im Unterhalt günstiger und dadurch haben sich die höheren Anschaffungskosten bald wieder armotisiert. Je schneller also Gas- und Ölpreise steigen, um so rentabler die Wärmepumpe!

  • Luftwärmepumpen sind übrigens die günstigsten Wärmepumpen-Heizungen,
  • Grundwasser- und Erdwärmepumpen sind aufgrund der aufwendigen Installationsarbeiten teurer.

2.1. Gesamtkosten der Wärmepumpe (durchschnittliches Wohnhaus)

  • Luftwärmepumpe: 12.000 bis 15.000 Euro
  • Erdwärmepumpe: mit Erdsonden: 17.000 bis 19.000 Euro
  • Erdwärmepumpe: mit Erdkollektoren: 15.000 bis 18.000 Euro
  • Grundwasserwärmepumpe: 16.000 bis 17.000 Euro

Aufteilen muss man jedoch außerdem nach:

  1. Kosten für die Erschließung (z.B. Bohrungen im Erdreich)
  2. Anschaffungskosten
  3. Verbrauchskosten
  4. Betriebskosten
  5. eventuelle Zusatzkosten

Kostenarten bei Anschaffung & Betrieb der Wärmepume

Mehr Infos zu den 5 Kosten der Wärmepumpe - Hier klicken!

2.2. Wo kann man Wärmepumpen kaufen?

Der einfachste Weg passende Angebote zum Vergleich zu erhalten ist unser kostenloser Wärmepumpen-Preisvergleich.

Viele Heizungsinstallateure bieten Wärmepumpen-Heizungen der unterschiedlichsten Hersteller an und es ist sinnvoll ein wenig zu vergleichen. Man kann dort Kompaktgeräte oder sogenannte Split-Wärmepumpe erwerben. Zu den eigentlichen Herstellern deren Systeme von den Installateuren angeboten werden gehören als größte Hersteller (eine komplette Liste finden Sie hier):

Damit Sie bei dem Vergleich der System nicht den Überblick verlieren, lesen Sie sich die Tipps auf folgender Seite durch:

10 Tipps zu Wärmepumpen-Angeboten - Hier klicken!

3. Werden Wärmepumpen gefördert?

Ja, es gibt aktuell folgende Förderungen:

  • BAfA-Förderung
  • KfW-Förderkredite
  • Subventionen der Energieversorger
  • Günstige Kredite von regionalen Banken / Umweltbanken
  • Nutzung des Bausparkassen-Darlehn

Wenn sich die Wärmepumpe eines Herstellers durch gute Effizienz auszeichnet, kann man eine BAFA-Förderung erhalten. Diese beginnt je nach Wärmequelle und Größe der Wärmepumpe bei 1.300 Euro und kann bis zu mehreren Tausend Euro betragen. Darüber hinaus gibt es weitere Förderkredite und besondere Stromtarife für Wärmepumpen-Betreiber.

Tipps zur Förderung & Finanzierung - Hier klicken!

4. Wie hoch ist die Lebensdauer einer Wärmepumpe?

Bei normaler Nutzung geht man von einer durchschnittlichen Lebensdauer zwischen 15 und 20 Jahren aus, wobei einige Wärmepumpenheizungen auch problemlos 25 Jahre halten. Mit einer regelmäßig durchgeführten Wartung beziehungsweise Inspektion kann man die Lebensdauer einer Wärmepumpe deutlich erhöhen. Erdkollektoren und -sonden können teilweise bis zu 40 Jahren problemlos arbeiten.

Luft-Wasser-Wärmepumpe (© Viesmann)

5. Wie viel Platz muss man für eine Wärmepumpe einplanen?

Die meisten Wärmepumpen werden im Haus - hier vorzugsweise im Keller oder im Hauswirtschaftsraum - untergebracht. Erdreich-Wärmepumpen beispielsweise sind einzig für den Innenraum gedacht.

Einige andere Wärmepumpen können auch im Freien aufgestellt werden, wobei man darauf achten sollte, dass die Leitungswege möglichst kurz sind. Nur so können unnötige Wärmeverluste vermieden werden.

6. Wie laut ist eine Wärmepumpe?

Natürlich macht eine Wärmepumpe Geräusche. Da diese ja aber in der Regel im Keller oder im Hauswirtschaftsraum steht, beeinträchtigt sie den Wohnkomfort nicht. Der Geräuschpegel einer herkömmlichen Wärmepumpe liegt bei etwa 50 Dezibel. Was bedeutet das? Zum Vergleich: die Lautstärke eines Staubsaugers liegt bei 70 Dezibel, der Rasenmäher verursacht eine Geräuschkulisse von 90 Dezibel. Weitere Vergleichsmöglichkeiten zur Lautstärke von Wärmepumpen finden Sie in der nachfolgenden Tabelle.

Lautstärke in Dezibel (dB) Geräuschart
30 Ticken einer leisen Uhr, feiner Landregen, Flüstern
40 nahes Flüstern, ruhige Wohnstraße
50 Unterhaltungssprache
60 Unterhaltungssprache in 1m Abstand, Bürolärm
70 laute Unterhaltung, Rufen, PKW in 10m Abstand
80 Straßenlärm bei starkem Verkehr
90 laute Fabrikhalle
100 Autohupen in 7m Abstand
Quelle: Bundesumweltministerium

7. Welche Wartungsarbeiten müssen regelmäßig durchgeführt werden?

Das Wartungsintervall einer Wärmepumpe liegt zwischen einem und drei Jahren. Bei allen Wärmepumpen mit einem Kältemittel ist eine jährliche Wartung anzuraten; diese müssen jährlich auf Dichtheit überprüft werden und sollten zudem über eine Kennzeichnung verfügen.

Der Anlagendruck und die Kondensatabläufe können vom Kunden selbst in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Dies sollte man auch nicht vernachlässigen, um die Effizienz der Anlage zu gewährleisten.

7.1. Was tun, wenn die Wärmepumpe ausfällt?

Der Ausfall einer Wärmepumpe ist in den meisten Fällen auf eine Hochdruckstörung zurückzuführen. Ehe man einen Fachmann ruft, kann man versuchen, diese Störung selbst zu beseitigen. Sowohl ein zu geringer Heizwasserdurchsatz als auch eine zu hoch eingestellte Heizkurve können dazu führen, dass die erzeugte Wärme nicht an das Heizungswasser abgegeben werden kann. Abgesperrte Ventile oder ein falsch eingestelltes Überströmventil können hier die Ursache sein.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de
KOSTEN 

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