Wie viel Geld können Sie mit ganz einfachen Energiespartipps im Haushalt sparen? Wir stellen hier 10 Tipps vor, um den Energieverbrauch im Haushalt zu reduzieren. Und das ganz ohne Komfortverzicht oder komplizierte Änderungen am Gebäude. 

1. Zehn einfache Stromspartipps

  1. Kühlschrank: Temperatur erhöhen:
    Spareffekt: 5€ pro Jahr (~ 9 kg CO2)

    In vielen Haushalten ist der Kühlschrank zu kalt eingestellt. 7°C reichen normalerweise aus, damit die Lebensmittel frisch bleiben. Wussten Sie, dass die Nutzung der "verschiedenen Klimazonen" im Kühlschrank zusätzlich sinnvoll ist? Sie sollte Ihren Kühlschrank entsprechend einräumen:
    - Am kältesten ist es an der Rückwand und auf der Glasplatte.
    - Die Fächer in der Tür und im Obst- und Gemüsefach hingegen sind etwas wärmer.
    Es lohnt sich also, die Lebensmittel richtig einzusortieren – je nachdem, ob sie es wärmer mögen (z.B. Gemüse) oder eher kälter (z.B. Fleisch).
  2. Gefrierfach: Regelmäßig abtauen.
    Spareffekt: 9€ pro Jahr (~ 15 kg CO2) - im Vergleich zu einer ein Zentimeter dicken Eisschicht.

    Ja es ist lästig, aber es lohnt sich: Denn eine 1 cm dicke Eisschicht verdoppelt bereits den Stromverbrauch des Gefrierfachs.
  3. Waschmaschine: Das Eco-Programm /Energiesparprogramm verwenden.
    Spareffekt: 8€ pro Jahr (~ 13 kg CO2) - bei zweimal Waschen pro Woche.

    Der Kauf einer energieeffizienten Waschmaschine ist natürlich ein sinnvoller Schritt – damit ist allerdings nicht alles erledigt. Um wirklich Strom zu sparen, kommt es immer auf das genutzte Waschprogramm an. Auch wenn das Energiesparprogramm länger läuft, ist es sparsamer. Dies liegt daran, dass das Wasser wird weniger erhitzt, und das spart Strom.
  4. Waschmaschine: Die Maschine ganz statt nur halb voll machen.
    Spareffekt: 25€ pro Jahr (~ 43 kg CO2)- bei zweimal Waschen pro Woche.

    Moderne Geräte können Sie ruhig richtig voll beladen. Erst dann sind sie am sparsamsten.

    Wer die Wäsche anschließend möglichst umweltschonend und kostengünstig trocknen will, nutzt am besten den Wäscheständer oder die Leine. Damit lassen sich gegenüber einem ineffizienten Wäschetrockner 321 kg CO2 und bis zu 174 Euro im Jahr sparen.
  5. Backofen: Mit Umluft statt mit Ober-/Unterhitze backen.
    Spareffekt: 18€ pro Jahr (~ 31 kg CO2) - bei einmaligem Backen pro Woche.

    Ein Backofen verbraucht recht viel Strom – bei der Anschaffung lohnt es sich in jedem Fall, auf die Energieeffizienz und den Stromverbrauch zu achten. Beide Angaben sind auf dem Energielabel zu finden. Die Verwendung von Umluft ist etwa 20% sparsamer als Ober- und Unterhitze, da mit einer geringeren Temperatur gebacken werden kann.
  6. Herd: Beim Kochen den Deckel nutzen.
    Spareffekt: 27€ pro Jahr (~ 46 kg CO2) - bei dreimal Kochen pro Woche.

    Klingt einfach, machen trotzdem viele Hobbyköche nicht – obwohl sich so viel Strom sparen lässt. Sie benötigen generell ungefähr drei Mal so viel Energie, wenn Sie ohne Topfdeckel kochen. Und Sie sparen bis zu 30 Prozent Energie, wenn die Topfgröße dem Kochfeld entspricht.
  7. Wasserkocher: Immer nur die benötigte Menge Wasser kochen.
    Spareffekt: 14€ pro Jahr (~ 25 kg CO2) - wenn jeden Tag 1L zu viel gekocht wurde.
    Trotzdem gilt: Wasser im Wasserkocher erhitzen ist deutlich stromsparender als auf dem Herd.
  8. Beleuchtung: Glühlampen durch LED-Lampen ersetzen.
    Spareffekt: 55€ pro Jahr (~ 95 kg CO2) - bei Austausch von drei Deckenlampen.

    Tatsächlich lohnt sich auch, Halogen- und Energiesparlampen durch LED-Lampen zu ersetzen. Knapp 10% der Jahresstromkosten im Haushalt entstehen durch Beleuchtung. Die Gesamtkosten für den Lampenkauf plus Stromverbrauch betragen bei einem Strompreis von 29 Cent pro Kilowattstunde sind innerhalb von zehn Jahren
    - für eine Halogen-Glühlampe 148 Euro
    - für eine Energiesparlampe 38 Euro
    - für eine LED-Lampe 27 Euro
  9. Router: Abends/nachts ausschalten.
    Spareffekt: 12€ pro Jahr (~. 21 kg CO2)

    Das Abschalten nichtgenutzter Funktionen wie WLAN oder Bluetooth spart Strom und kann bei vielen Routern nachts per programmierbarer Zeitschaltung deaktiviert werden.
  10. Computer: Ruhezustand statt den Bildschirmschoner.
    Spareffekt: 17€ pro Jahr (~ 30 kg CO2) - bei zwei Stunden täglicher Vermeidung des Bildschirmschoners.

    Ebenfalls sinnvoll: den Energiesparmodus verwenden. Computer gehören mit zu den stromhungrigen Geräten im Haushalt. Alte, ineffiziente Geräte können jährlich knapp 100 Euro Stromkosten verursachen. Ein energieeffizienter PC kann im Vergleich rund 70 Euro Stromkosten pro Jahr sparen. Und bei Monitoren gilt: je größer der Bildschirm, desto höher der Stromverbrauch. Aber auch hier können Sie mit neuen Modellen Energie und Geld sparen. 

2. Bonustipp & Ratgeber des BMWi

Den Stand-by-Modus vermeiden und alle Haushaltsgeräte mithilfe einer Steckerleiste immer komplett ausschalten.
Spart bis zu 60€ pro Jahr (entspr. ca. 100 kg CO2)

Alte Geräte im Stand-byModus verbrauchen Strom. Achten Sie also darauf, dass Sie das Gerät vollständig vom Netz trennen.

Ratgeber Energiesparen und Sanieren

Die genannten und weitere Tipps finden Sie im Ratgeber des BMWi "Bringen Sie Ihr Haus in Bestform - Wegweiser für ein energieeffizientes Zuhause", den Sie hier herunterladen können.

Stromsparen ist mittlerweile umso einfacher, da Geräte immer energieeffizienter werden und auch entsprechend gekennzeichnet sind. Das EU-Energielabel informiert dabei über den Stromverbrauch eines Geräts und weitere Qualitätskriterien. Ein solches energieeffizientere Gerät ist zwar etwas teurer als die weniger sparsame Alternative, doch in der Regel werden die Mehrkosten innerhalb kurzer Zeit durch den geringeren Energieverbrauch wieder eingespielt.

Wenn Sie mehr über das EU-Energielabel und energieeffiziente Produkte erfahren möchten, gibt es weitere Tipps zum Stromsparen mit Kühlschrank, Waschmaschine, Backofen und Co. auf der Website des BMWi „Deutschland macht‘s effizient“ (www.machts-effizient.de).

2.1. Und abschließend noch LED-Beleuchtungstipps fürs Fest: