Die privaten Haushalte sind die wichtigsten Antreiber der Energiewende. Ihr Anteil beträgt mehr als 40 % an den in Deutschland installierten Anlagen zur Stromerzeugung aus regenerativen Quellen. Vor allem Photovoltaikanlagen in Bürgerhand sind dafür verantwortlich. Wer sich die Installation eigener Anlagen zur Stromerzeugung nicht leisten kann, kann durch einfache Energiespartipps auch abseits der Produktion zur Schonung der Umwelt beitragen und gleichzeitig den eigenen Geldbeutel entlasten.

 

Arbeiter installiert Solar-Panels auf einem Dach
Bild: Vielerorts sind bereits Solaranlagen auf Dächern von Eigenheimen platziert, das Potential ist aber natürlich noch nicht ausgeschöpft. Bildquelle: Elena Elisseeva – 61884133 / Shutterstock.com

Die erneuerbaren Energien waren 2016 für die Erzeugung von 386 TWh (Terrawattstunden) in Deutschland verantwortlich:

  • 188 TWh aus der Stromproduktion (49 %)
  • 168 TWh aus dem Wärmesektor (44 %)
  • 30 TWh durch biogene Kraftstoffe aus dem Verkehrsbereich (8 %)

Im Vergleich zum Jahr 2015 konnte aber kein signifikanter Anstieg der erneuerbaren Energien am Gesamtstromverbrauch erzielt werden, teilweise sanken sie sogar:

  • Stromproduktion: Anstieg um 0,2 % von 31,5 % auf 31,7 %
  • Wärmesektor: Rückgang um 0,1 % von 13,5 % auf 13,4 %
  • Biogene Kraftstoffe: Rückgang um 0,1 % von 5,2 % auf 5,1 %

1. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien

Die Stromerzeugung war im Jahr 2016 durch witterungsbedingte Umstände in den Bereichen Windenergie und Photovoltaik geringer als im Rekordjahr 2015. Trotz eines deutlichen Zubaus an Windkraftanlagen ging die Produktion von Windstrom etwas zurück.

Infografik über erneuerbare Energien in Deutschland
nfografik: So steht es in Deutschland derzeit um den Ausbau erneuerbarer Energien. Infografikquelle: ihre-waermepumpe.de

Der Anteil von Photovoltaik-Anlagen an der Stromproduktion von erneuerbaren Energien ist rückläufig. Dies liegt vor allem daran, dass der Zubau deutlich geringer ist als noch vor einigen Jahren. Der Zubau lag im Jahr 2016 bei 1.476 MW. Zum Vergleich: Im Jahr 2012 lag der Zubau bei 7.604 MW. Die Privatpersonen haben sich in den letzten Jahren also weniger für den Ausbau von Solarenergie interessiert. Durch Einsparungen im eigenen Energieverbrauch kann man als Privatperson aber auch seinen Beitrag zur Energiewende und den Umweltschutz leisten.

2. Strom sparen im Haushalt

Jedes genutzte Haushaltsgerät wird natürlich mit Strom versorgt. Privatpersonen, die hierfür ihren eigenen Strom nutzen und gleichzeitig gezielt auf Schnäppchen-Portalen auf günstige Haushaltsgeräte achten, können so doppelt sparen. Wer besonders auf den Verbrauch achten will, sollte bei der Auswahl neuer Geräte auch immer die Energieeffizienz überprüfen und vergleichen.

Sparsame Haushaltsgeräte, die auf den ersten Blick teurer sind, können sich aufgrund eines geringeren Energieverbrauchs eventuell eher lohnen. Da Haushaltsgeräte in der Regel über mehrere Jahre genutzt werden, bleibt ausreichend Zeit, um über die Stromeinsparung den höheren Kaufpreis auszugleichen.

3. Energieeffizienz beim Kühlschrank

Der Kühlschrank bietet enormes Einsparpotential, da er das ganze Jahr über durchgängig in Betrieb ist. Je nach Verbraucherverhalten kann der Kühlschrank für ein Viertel des gesamten Energieverbrauchs verantwortlich sein. Wer den Kauf eines neuen Kühlschranks in Betracht zieht, sollte daher unbedingt auf den Energieverbrauch achten.

Die Industrie ist sich dieses Umstandes natürlich bewusst und hat die Energieeffizienz als Verkaufsargument entdeckt. Auch deshalb hat sich der Verbrauch dieser Geräte in den letzten Jahren stark verbessert. Eine Energieverbrauchskennzeichnung von A+++ ist bei einer Neuanschaffung die beste Wahl. Gegenüber einem Gerät aus der Kategorie D lassen sich pro Jahr etwa 100 Euro an Stromkosten einsparen.

4. Energiesparlampen nutzen

Auch im Bereich der Lichtquellen lässt sich einiges an Geld sparen. Herkömmliche Glühlampen wandeln gerade einmal fünf Prozent der Energie in Licht um, der Rest wird in Wärmeenergie überführt. Auch deshalb kam es zum Glühlampenverbot der EU. Ein Umstieg auf Energiesparlampen und LED-Lampen ist deshalb so gut wie unumgänglich. In einigen Räumen, in denen eine helle Lichtquelle nötig ist, wie beispielsweise im Badezimmer, greift man natürlich zu LED-Lampen.

Auch für die Beleuchtung anderer Bereiche eignen sich derartige Lampen. Für die Beleuchtung auf der Terrasse oder im Garten lässt sich überdies mit Hilfe einer solarbetriebenen LED-Gartenlampe die Sonnenenergie nutzen. Wartet man hier auf den richtigen Zeitpunkt des Kaufs einer solchen Lampe, so lässt sich manches Schnäppchen im Internet finden.

5. Heizsysteme modernisieren

Wenn es um das Einsparen von Energie geht, darf die Heizungsenergie nicht außer Acht gelassen werden. Ein Haushalt verbraucht etwa 70 % der Energie für das Heizen, so dass hier moderne Technologien einen enormen Anteil zur Energiewende beitragen können. Wenn mehr Privathaushalte in diesem Bereich umsteigen, hat dies nicht nur monetäre Vorteile für die Nutzer. Auch die gesamte Gesellschaft hat hier ein großes Potential, um dadurch den CO2-Ausstoß zu senken.

Hausbesitzer, die eine Heizung besitzen, die schon über 20 Jahre in Betrieb ist, sollten sich unbedingt mit einem Austausch auseinandersetzen. 30 % und mehr lassen sich je nach Heizungssystem einsparen. Auch der Austausch der Heizungspumpe bietet großes Einsparpotential, weil die alten Modelle deutlich mehr Strom verbrauchen als die modernen Vertreter. Auch der Umstand, dass hauptsächlich Erdgas und Mineralöl für Heizungen genutzt werden, stößt bei Umweltschützern sauer auf. Der Anteil an erneuerbaren Energien am Energieverbrauch hat sich jedoch seit 1990 deutlich erhöht.

6. Emissionen senken

Nicht nur das Verringern der Energiekosten sollte für Privatpersonen ein Argument sein, derartige Maßnahmen zu treffen. Vor allem das Senken von Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase steht im Vordergrund der Energiewende. Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien konnten im Jahr 2016 etwa 159 Mio. Tonnen CO2 eingespart werden.

Der größte Anteil entfällt hier auf die Stromproduktion. 118 Mio. Tonnen CO2 wurden hier eingespart. Bei der Stromerzeugung werden vor allem Steinkohle und Erdgas verdrängt. Um die Kosten einer eigenen Photovoltaikanlage zu senken, kann man staatliche Förderungen nutzen. Wer keine eigene Anlage bauen möchte, aber trotzdem an der Energiewende mitwirken möchte, kann darüber hinaus in Photovoltaik investieren.

Die Privatpersonen können also auf verschiedenem Wege der Energiewende helfen. In Zusammenarbeit mit dem Staat schafft es Deutschland, eines der führenden Länder in diesem Bereich zu sein. Das Potential ist jedoch natürlich noch längst nicht ausgeschöpft, da die fossilen Brennstoffe und Atomreaktoren immer noch für einen Großteil der Energiegewinnung ausschlaggebend sind.

 

 

Bildquelle: Elena Elisseeva – 61884133 / Shutterstock.com

 

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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