Die Nachhaltigkeit ist mittlerweile zu einem äußerst wichtigen Faktor innerhalb der Wirtschaft geworden. Vor allem in der Baubranche ist die Rücksichtnahme auf die Natur schon heute von großer Bedeutung. Doch was heißt nachhaltiges Bauen eigentlich genau und worauf kommt es dabei an?

1. Aus welchen Gründen gewinnt das Thema der Nachhaltigkeit immer mehr an Relevanz?

Die Folgen des rücksichtlosen Umgangs mit der Umwelt sind schon heute in vielen Bereichen deutlich zu spüren. So werden fossile Rohstoffe wie beispielsweise Erdöl, Kohle oder Gas zunehmend knapper, was wiederum zu einem Anstieg der Preise führt. Weiterhin muss immer mehr Aufwand betrieben werden, um die gleiche Menge an Ressourcen zu fördern wie noch vor einigen Jahren.

Auch die Entsorgung von kritischen Stoffen wie unter anderem Plastik oder Styropor stellt für die Natur eine konstante Belastung dar. Da fossile Rohstoffe endlich sind und die Umwelt nur bis zu einem gewissen Grad belastet werden kann, ist ein nachhaltiges Handeln eine wichtige Grundvoraussetzung für das zukünftige Zusammenleben der Gesellschaft. Vor allem die Nutzung erneuerbarer Energien und Baustoffe ist hier eine wirksame Gegenmaßnahme. Vor allem im Bereich des Hausbaus lassen sich Prozesse zur Förderung der Nachhaltigkeit verhältnismäßig leicht umsetzen.

1.1. Warum ist gerade nachhaltiges Bauen so interessant?

Mit knapp 665 Milliarden Kilowattstunden pro Jahr verbrauchen private Haushalte rund ein Viertel des gesamten Endenergieverbrauchs. Vor allem die Bereitstellung von elektrischer Energie und Wärme haben dabei einen großen Anteil an der Verbrauchsmenge. Aufgrund des großen Energiehungers von Häusern existieren hier im Umkehrschluss ebenfalls zahlreiche Einsparmöglichkeiten.

Da sich mit der Hilfe von nachhaltigen Bauweisen der Verbrauch wirksam eindämmen lässt, bietet die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit hier ebenfalls finanzielle Vorteile. Neben dem Verbrauch sind auch die verwendeten Materialien beim nachhaltigen Bauen von Bedeutung. Statt synthetischen Stoffen werden hier natürliche Materialien aus regenerativen Quellen benutzt. Zusätzlich zur Umweltverträglichkeit weisen Stoffe dieser Art eine besonders geringe Schadstoffbelastung auf.

1.2. Welche Baustoffe sind besonders umweltfreundlich?

Im Prinzip können Baustoffe als nachhaltig bezeichnet werden, wenn sie sowohl bei der Erzeugung als auch bei der Entsorgung die Natur so gering wie möglich belasten. Im Speziellen handelt es sich dabei meistens um schnellnachwachsende Materialien wie beispielsweise Holz.

Holzkonstruktionen sind im Wohnungsbau bereits seit Jahrhunderten etabliert und stellen aus ökologischer Sicht eine hervorragende Alternative zu Betonbauten dar.

  • Auch im Bereich der Dämmung befinden sich nachhaltige Stoffe wie zum Beispiel Hanf, Flachs und Zellulose auf dem Vormarsch.
  • Weitere nachhaltige Baustoffe sind unter anderem Lehm und Kork.

Ob ein Baustoff umweltfreundlich ist, lässt sich in der Praxis leicht anhand von entsprechenden Zertifizierungen in Erfahrung bringen.

2. Welche Arten der nachhaltigen Energiegewinnung sind im Hausbau sinnvoll?

Selbstverständlich sollte ein umweltfreundliches Haus nicht nur aus nachhaltigen Materialien bestehen, sondern ebenfalls seine Energie aus regenerativen Quellen beziehen. Vor allem die Gewinnung von Solarenergie ist im Hausbau absolut zu empfehlen.

Weiterhin kann die Nutzung von speziellen Propellerpumpen in Wärmerückführungsanlagen die Energiebilanz verbessern. Beim Heizen sollte nach Möglichkeit auf Gas- bzw. Ölaggregate verzichtet werden. Stattdessen sollten lieber Brennöfen verwendet werden, die mit natürlichen Rohstoffen wie beispielsweise Holz-Pellets heizen. Zwar sind Wind- und Wasserkraftwerke ebenfalls nachhaltige Energieversorgungen, allerdings sind diese im privaten Hausbau nur schwer umsetzbar.

2.1. Das Schlusswort

Summa summarum zeigt sich, dass ein nachhaltiges Haus in der Praxis durch viele verschiedene Eigenschaften gekennzeichnet ist. So wird die Umweltverträglichkeit bei einem nachhaltigen Haus immer ganzheitlich berücksichtigt. Da nachhaltiges Bauen gleich eine ganze Reihe an Vorteilen mit sich bringt, sollte die Umweltverträglichkeit bei jedem Bauvorhaben eine fundamentale Rolle spielen.

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