Wärmepumpen gelten als umweltfreundliche Alternative zur klassischen Öl- oder Gasheizung. Bei dieser Form des Heizens wird rund Dreiviertel der Energie aus natürlichen Quellen gewonnen. Diese Ressourcen werden dabei so umgewandelt, dass Wärme zum Heizen oder für die Warmwasserversorgung entsteht.

1. Alternative Energiequellen und ihre Bedeutung

Aufgrund gestiegener Preise für konventionelle Brennstoffe wie Gas oder Öl wächst die Bedeutung alternativer Energiequellen. Beim Einsatz von Wärmepumpen wird entweder das Grundwasser, die Luft oder die im Erdreich gespeicherte Wärme genutzt, um das Haus zu beheizen und Warmwasser zu liefern. Für die Pumpe und den Antrieb wird jedoch Strom benötigt. Abhängig vom Wärmepumpen-Modell sowie der Temperatur der Energiequelle entstehen bis zu 4 Kwh Wärme pro Kilowattstunde Strom.

Aufgrund der Umweltfreundlichkeit beim Heizen mit Wärmepumpen werden von zahlreichen Energieversorgern Spezialtarife angeboten. In der Praxis beziehen jedoch die wenigsten Betreiber dieser modernen Heiztechnologie einen solchen günstigen Tarif. Grundsätzlich haben Verbraucher das Recht, Wärmepumpenstrom von einem Anbieter ihrer Wahl zu beziehen und bei Bedarf den Stromversorger zu wechseln, um Kosten zu sparen.

Bei Stromvergleich.de besteht die Möglichkeit, Wärmepumpentarife verschiedener Anbieter miteinander zu vergleichen. Ein Stromanbieterwechsel kann anschließend online oder telefonisch durchgeführt werden.

Wärmepumpe Tarif

Bei der Beheizung von Wohngebäuden nehmen Wärmepumpen eine Schlüsselrolle ein. Grundsätzlich sind die Geräte, die in verschiedenen Größen zu finden sind, sowohl für kleine als auch für große Haushalte geeignet. Vom Staat wird die Anschaffung gezielt gefördert, allerdings kann sich die Entscheidung für diese umweltfreundliche Heizmethode auch ohne Förderung durchaus lohnen. In Privathaushalten kommen vor allem elektrische Wärmepumpen zum Einsatz.

Mit der schrittweisen Umrüstung auf moderne, energiesparende Heizsysteme sollen bis 2030 die wichtigsten Klimaschutzziele erreicht werden. In unseren Breitengraden reicht die Temperatur von Luft, Grundwasser oder Erdreich gewöhnlich nicht aus, um genügend heißes Wasser zu gewinnen, sodass zum Heizen und zur Warmwasserversorgung eine entsprechende Heizungsanlage notwendig ist.

2. Wovon hängt der Energiebedarf von Wärmepumpen ab?

Der Energiebedarf einer Wärmepumpe hängt von mehreren Faktoren ab. Dabei sind von Bedeutung:

  • die Effizienz des Geräts
  • die Beschaffenheit des Gebäudes
  • sowie das Temperaturniveau der Umweltwärme

Von der Effizienz des Gerätes hängt ab, in welchem Umfang vom Einbau einer Pumpe profitiert wird. Die Ersparnis von Energiekosten ist hingegen von der Höhe der Energiepreise abhängig. Der Einsatz moderner Wärmepumpen lohnt sich vor allem in gut gedämmten Gebäuden.

Bevor über den Einsatz eines umweltfreundlichen Heizsystems entschieden wird, sollte zunächst das Haus gut gedämmt werden.

Im Altbau muss oft mit Vorlauftemperaturen von 70 °C und mehr gerechnet werden. Als Vorlauftemperatur wird die Temperatur des Heizungswassers, die beim Austritt des Wärmeerzeugers gemessen wird, bezeichnet. Um einen kosteneffizienten Einsatz von Wärmepumpen zu gewährleisten, darf die Vorlauftemperatur auch bei winterlichen Wetterbedingungen eine Temperatur von 50 °C nicht übersteigen.

Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, durch Wärmepumpen sowohl laufende Kosten, als auch Energie zu sparen. Energiesparpotenzial besteht dabei hauptsächlich bei den Wärmekosten und der Heizenergie. Offiziellen Berechnungen zufolge werden beim Betrieb einer Wärmepumpe im Jahr durchschnittlich 2317 kWh Energie verbraucht. Verglichen mit diesem Wert benötigt eine herkömmliche Ölheizung mit Brennwertkessel jährlich beinahe das Fünffache. Dennoch belasten elektrisch betriebene Wärmepumpen das Stromnetz teils mit sehr hohen Leistungen.

Damit zu Spitzenzeiten für Ausgleich gesorgt ist, räumen viele Stromversorger den Verbrauchern die Möglichkeit ein, sogenannte Sperrzeiten zu verhängen. In den Zeiten, die im Stromvertrag genau geregelt sind, wird die gesamte Heizanlage vom Netz getrennt, sodass kein Wärmepumpenstrom bezogen wird. Aufgrund der dadurch entstehenden Flexibilität können Verbraucher mit günstigeren Konditionen beim Stromtarif rechnen. Obwohl in diesem Zeitraum kein Strom fließt, kühlen die Räumlichkeiten im Haus nicht aus. Die Wärmepumpen-Pufferspeicher sind so konstruiert, dass die thermische Energie während der Betriebszeit der Geräte aufgenommen und erst zu den Sperrzeiten wieder abgegeben wird. Wärmestrom kann von jedem Privathaushalt, in dem mit einer Wärmepumpe geheizt wird, bezogen werden. Dabei muss allerdings die Voraussetzung erfüllt werden, dass die Energie, die von der Wärmepumpe verbraucht wird, über einen separaten Zähler unabhängig vom Haushaltsstrom gemessen und abgerechnet wird. Darüber hinaus muss die Stromversorgung der Wärmepumpe vom Netzbetreiber anhand vertraglich festgelegter Sperrzeiten getrennt werden können.

2.1. Alternativen zur Senkung von Energiekosten

Zur Senkung von Energiekosten gibt es weitere Möglichkeiten. Hohe Stromrechnungen können beispielsweise durch die Optimierung der Heizungsanlage gesenkt werden. Auch die Auswahl einer passenden Quelle für Umweltwärme hat einen direkten Einfluss auf die Energiekosten. Oft können Kosten gespart werden, wenn eine Wärmepumpe in Kombination mit einer Solarthermie-Anlage eingesetzt wird. Bei einer geringen Temperaturdifferenz zwischen Wärmequelle und Heizungssystem hilft bereits eine energetische Sanierung, um Stromkosten zu sparen.

Die Installation einer Flächenheizung oder der Austausch einzelner Heizkörper sind weitere Maßnahmen zum Energiesparen. Der Verbrauch von Wärmepumpenstrom kann reduziert werden, indem die Temperatur des Heizungssystems um einige Grad gesenkt wird. Wenn der Wärmepumpenstrom-Verbrauch einer bestehenden Anlage gesenkt werden soll, ist die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage zur Warmwasserbereitung sinnvoll. Bei dieser Alternative, die auch bei einer Neuinstallation eine geeignete Lösung sein kann, wird die Heizung entlastet. Dennoch wird in den meisten Monaten des Jahres ausreichend Wasser zum Waschen, Duschen und zum Spülen erhitzt. Bei dieser Methode sinkt der Temperaturhub von Wärmepumpen, sodass weniger Strom benötigt wird. Zu den weiteren Maßnahmen, mit denen Energie gespart werden kann, gehört richtiges Lüften. Die beste Methode ist das sogenannte Stoßlüften. Dabei werden mehrmals täglich die Fenster für 4 bis 5 Minuten weit geöffnet, sodass die Luft im Raum zirkulieren kann. Gekippte Fenster bewirken einen ständigen Luftdurchzug, der dazu führt, dass die Räume immer wieder aufgeheizt werden müssen und dadurch mehr Energie verbraucht wird. Bei mangelhafter Gebäudedämmung kann die Kombination einer Wärmepumpe mit einem Gasbrennwertkessel beim Energiesparen helfen. Der Kessel wird in diesem Fall als Spitzenlastkessel eingesetzt, der nur dann in Betrieb ist, wenn so viel Energie benötigt wird, dass die Wärmepumpe alleine nicht ausreicht, um den Energiebedarf zu decken. Auch die Verbindung mit einer Fußboden- oder Flächenheizung stellt eine sinnvolle Kombination dar. Da diese Heizungen eine niedrige Vorlauftemperatur haben, eignen sie sich optimal in Verbindung mit einer Wärmepumpe. Die richtige Planung entscheidet ebenfalls über den Energieverbrauch. Falls die Wärmepumpe auch zur Warmwasserversorgung genutzt werden soll, empfiehlt es sich, zuvor den möglichen Verbrauch zu berechnen. Höhere Kosten entstehen oft durch Fehleinschätzungen.

Contact Person Autor des Artikels: Jascha Schmitz - Redakteur der Umweltportale: Solaranlagen-portal.de | Ihr-BHKW.de | Ihre-Waermepumpe.de | klaeranlagen-vergleich.de

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Pressemitteilung des Umweltministeriums Nordrhein-Westfalen vom 16.04.2015: Umweltministerium veröffentlicht Potenzialstudie zur oberflächennahen Geothermie. Mehr als die Hälfte des Wärmebedarfs in Nordrhein-Westfalen kann