Wärmepumpen sind eine hervorragende Alternative bzw. Ergänzung zu klassischen Heizungssystemen. So sind Wärmepumpen nicht nur günstig im Betrieb, sondern ebenfalls äußerst schonend für die Umwelt. Jedoch können die Pumpen in der praktischen Anwendung eine hohe Geräuschentwicklung aufweisen, was einen entsprechenden Schallschutz empfehlenswert macht. Doch was gibt es dabei zu beachten?

1. Weshalb werden Wärmepumpen immer beliebter?

Eine Wärmepumpe nutzt für das Beheizen von Luft bzw. Wasser keine Brennstoffe, sodass die Heiztechnik völlig unabhängig vom unsicheren Brennstoffmarkt funktioniert. Um Wärme zu erzeugen, verwenden Wärmepumpen thermische Energie, die in der natürlichen Umgebung gespeichert vorliegt.

Die Unabhängigkeit von den Preisschwankungen fossiler Rohstoffe ist sicherlich ein Grund für die große Beliebtheit von Wärmepumpen. Da die Beheizung mit Wärmepumpen eine umweltfreundliche Methode ist, wird diese durch staatliche Fördermittel unterstützt. So ist der Betrieb einer Wärmepumpe nicht nur kostengünstig, sondern durch die nahezu CO2-freie Funktionsweise werden eben kostbare fossile Ressourcen geschont.

Ein weiterer Vorteil dieser modernen Heiztechnik ist die Tatsache, dass Wärmepumpen in der Praxis äußerst wartungsarm sind. Auf diese Weise beschränken sich auch die Wartungskosten auf ein Minimum.

2. Warum spielt das Thema Schall- und Lärmschutz bei Wärmepumpen eine so wichtige Rolle?

Damit eine Wärmepumpe Umweltwärme in Heizwärme umwandeln kann, sind einige technische Komponenten notwendig. So besteht der Kreislauf im Wesentlichen aus

  1. Wärmeüberträgern mit passenden Durchfluss-Sensoren
  2. einem Kompressor
  3. und einem Entspannungsventil

Wer schon einmal mit einem Kompressor gearbeitet hat, weiß genau, dass Verdichter nicht unbedingt zu den leisesten Geräten gehören. So sorgt das Komprimieren des Kältemittels in der Praxis für eine erhebliche Geräuschentwicklung.

Vor allem leistungsstarke Kompressoren können hier schnell einen Geräuschpegel entwickeln, der von Menschen in der direkten Umgebung als störend empfunden wird. Neben der Schallentwicklung generiert der Verdichter ebenfalls Schwingungen, welche zusätzlich die Harmonie beeinträchtigen können.

Aus diesem Grund sollte bei der Installation von Wärmepumpen unbedingt auf den Schallschutz geachtet werden.

2.1. Welche Möglichkeiten gibt es im Hinblick auf den Schallschutz bei Wärmepumpen?

Grundsätzlich kann die Geräuschentwicklung sowohl durch Dämmung als auch durch Dämpfung reduziert werden. So kann die Wärmepumpe mit einer effizienten Schalldämpfung ummantelt werden, die einen Großteil der Schallwellen zuverlässig auslöscht. Eine montierte Dämpfung sorgt dafür, dass Schwingungen abgefangen werden und sich nicht auf das Gebäude ausbreiten.

Auch die Wahl der Pumpe hat einen entscheidenden Einfluss auf die Geräuschentwicklung. So bieten vor allem renommierte Hersteller hochwertige Modelle an, die bereits von Werk aus sehr leise arbeiten. Ermöglicht wird dies durch spezielle bauliche Maßnahmen wie beispielsweise integrierte Dämpfungen.

2.2. Was gibt es bei der Umsetzung zu beachten?

Ob eine Wärmepumpe laut oder leise ist, lässt sich in der Praxis anhand des Schallleistungspegels erkennen. Dieser sollte im Betrieb kleiner als 50 Dezibel sein.

Die Lautstärke einer Wärmepumpe ist auch der Maßstab dafür, wie nah die Pumpanlage an Nachbargebäude herangebaut werden darf. Die Position an der eigenen Immobilie hat ebenfalls einen großen Einfluss auf die Höhe der Lärmbelästigung.

Bei nachträglichen Maßnahmen zur Schallreduzierung ist darauf zu achten, dass diese fachgerecht installiert werden.

So kann eine unsachgemäße Montage von Schallschutzsystemen im schlimmsten Fall zu einer Beeinträchtigung der Kühlelemente führen. Szenarien dieser Art sollten in jedem Fall durch eine detaillierte Planung vermieden werden.

3. Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, ist der Schall- bzw. Lärmschutz bei Wärmepumpen ein wichtiger Faktor. Da eine zu hohe Lärmbelästigung durch Wärmepumpen in der Praxis zahlreiche negative Folgen haben kann, sollte die Reduzierung der Schallwellen und Schwingungen schon bei der Installation von Wärmepumpenanlagen berücksichtigt werden.

 

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